Wie ihr vielleicht wisst, beruht meine Arbeit nicht nur auf der Basis meiner eigenen Erfahrungswerte, sondern auch auf wissenschaftlichen Studien. Vor Kurzem stieß ich auf eine interessante Studie über die Auswirkungen von Emotionen auf das Essverhalten.

Dabei wurden Probanden mit und ohne Diätverhalten in der Vergangenheit untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass in beiden Fällen das Essverhalten mit Emotionen stark korrelierte, doch vor allem die Diäterfahrenen neigten dazu, ZU VIEL zu essen, wohingegen die Probanden ohne Diäthintergrund ZU WENIG aßen und ihr Essen automatisch und unbewusst einschränkten.

Die Gründe dafür können vielschichtig sein, aber es macht den Anschein als bekäme das Essen nach einer oder mehreren Diäten eine neue Bedeutung – ja sogar eine neue Funktion. Für viele stellt Essen dann eine Erleichterung, einen Trost oder eine Belohnung dar, wenn wir emotionale Herausforderungen meistern müssen.

Unsere bisherige Annahme, dass „emotionales Essen“ von einem Elternteil übertragen wurde, oder nach einem traumatischen Ereignis automatisch eingetreten ist, oder einfach so angeboren ist, scheint falsch zu sein. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Diätmentalität und der Glaube an „dünn ist gut“ und „dick ist schlecht“ unser Verhalten steuert.

Diese neuen Erkenntnisse können die konventionelle „Behandlung“ für das emotionale Essen ernsthaft in Frage stellen, vor allem weil zur Behandlung Methoden herangezogen werden, die eine Änderung im Essverhalten bzw. spezielle Ernährungsweisen erfordern.

Das Problem mit dieser Herangehensweise ist, dass die „emotionalen Esser“ damit wieder nur in die nächste Diätmentalität rutschen und das emotionale Essen als etwas Schlechtes abwerten. Langfristig wird so wieder nur ein Nährboden geschaffen für weitere Episoden des emotionalen Essens.

Mit anderen Worten funktioniert so eine Methode nur kurzfristig, bis der nächste Rückfall eintritt. Es folgen Selbstkritik, Scham- und Schuldgefühle, die dann fast noch schmerzhafter sind, als die vorhergehenden Emotionen. Darüber hinaus wird der Fokus verstärkt auf das Essen gelenkt, welches eine immer größere Bedeutung bekommt in dieser Denkspirale.

Daher gilt für mich in diesem Kontext:

Diätmentalität, Gewichtsstigma oder eine Verehrung bestimmter Ernährungsweisen ist fast schmerzhafter und schädlicher für die Psyche als das emotionale Essen selbst.

Immerhin ist der Hauptgrund dafür, dass die Menschen so sehr von emotionalem Essen betroffen sind, fast immer Angst vor Gewichtszunahme oder Angst vor dem „Versagen am dünnen Ideal“. Wenn das Dünn-Ideal nicht existiert, ist es unwahrscheinlich, dass sich überhaupt jemand darum schert.

Die ganzen Selbstzweifel und die Selbstkritik würde enden, wenn wir nicht mehr ständig versuchen würden, einem Ideal nachzueifern, und stattdessen Liebe, Akzeptanz und Selbstwert aufbauen. Denn ich weiß, das ist möglich!

So gesehen, ist das emotionale Essen eine gute Bewältigungsstrategie. Wir müssen uns nur selbst daran erinnern, dass wir es als dieses hinnehmen und es ok ist, jetzt zu essen. Viel schädlicher ist es, sich selbst permanent zu verurteilen und sich somit ein negatives Selbstbild aufzubauen, die Nahrung einzuschränken, oder andere Kompensationsmaßnahmen einzuleiten. Denn dieses Verhalten führt zur Besessenheit und langfristig in einen Teufelskreis.

Nicht umsonst habe ich dem Loslassen von Regeln und Ernährungsweisen ein komplettes Kapitel in meinem Onlinekurs gewidmet.

Das emotionale Essen ist ein Produkt der Diätkultur!

Es ist nicht „falsch“, aber auch nicht rational.

Kannst du einen Essanfall bewusst zulassen und ihn dir erlauben?

Vielleicht hast du schon Erfahrungen gemacht und magst sie mit mir teilen!

Ich freue mich über jede Rückmeldung:)

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Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy <3