Dieser Artikel ist für diejenigen, die sich dazu entschieden haben, ihre Nahrungszufuhr nicht mehr einzuschränken und die sich nicht mehr selbst auferlegten Regeln unterwerfen (meinen größten Respekt für euren Mut!) Vor allem widme ich diesen Artikel den Kursteilnehmern von deine Kampfansage, und allen anderen tapferen Kämpferseelen, die sich im Genesungsprozess befinden und gerade die Höhen und Tiefen durchlaufen – ich fühle mit euch!


Wie ich den 3 Mythen über die Genesung bereits aufgedeckt habe, ist diese Phase nicht gerade einfach und zudem nicht immer angenehm. Daher möchte ich euch 5 Strategien an die Hand geben, die vor allem die unvermeidliche Gewichtszunahme ertragbar machen können.
Mit der Gewichtszunahme werden auch die Stimmen der Essstörung wieder lauter, weswegen es so wichtig ist, sich die nötigen Werkzeuge bereit zu legen. Aussagen von Freunden und Bekannten werden als Negativ bewertet, auch wenn es heißt “Endlich isst du wieder!”, oder “Endlich hast du wieder etwas auf den Rippen”.

In Wahrheit ist der Teil der Gewichtszunahme einer der kraftraubensten Prozesse der Genesung. Die Gefahr, wieder in alte Verhaltensweisen zurückzufallen, ist hier am größten.

Wenn du dich nun gerade in dieser besagten Phase der Genesung befindest, können dir meine nachfolgenden Strategien dabei helfen, die Gewichtszunahme anzunehmen und diese Phase so angenehm, wie möglich zu gestalten.

Unterstützung.

Das Leben ohne Essstörung ist wundervoll. Lass dich daher von solchen Menschen beeinflussen, die diese Art von Freiheit bereits erlangt haben und das neue Leben in vollen Zügen genießen. Das geht heutzutage wunderbar über Socialmedia-Plattformen, wie Instagram und Youtube. Um auch für die nötige seelische Unterstützung zu sorgen, empfehle ich Berater, Therapeuten, aber auch eine nahestehende Person, die du regelmäßig kontaktieren kannst. Unsere Facebook-Supportgruppe ist eine prima Ergänzung zu einer professionellen Hilfestellung.
Scheue dich nicht, deine Bezugsperson oder deine selbstgewählte Supportgruppe zu kontaktieren, sobald du dich unwohl fühlst! Übe dich darin, dich zu öffnen und ehrlich zu sein zu Menschen, denen du vertraust. Beschreibe deine Gefühle mit all den negativen Wörtern, die du damit verbindest. Es ist vollkommen normal, sich während der Genesung als “Fett & hässlich” zu bezeichnen. Aber vergiss’ bitte nicht, dass du trotzdem weiterhin deinen Plan verfolgst und deine Ziele vor Augen hältst. Erledige jeden Tag mindestens 1 Sache, die förderlich für deine Genesung ist (die Kursteilnehmer haben dazu die tägliche Checkliste). Notiere dir alle unterstützenden Kontakte:

Lerne, dich zu entspannen.

Egal, wie weit du dich von dir selbst entfernt hast, dein Körper ist dein Tempel und wird dich bis an dein Lebensende begleiten. Es ist deine Aufgabe, für sein Wohlbefinden zu sorgen.
Es ist wahrscheinlich einfacher, als du denkst. Wie wäre es beispielsweise mit einer Massage? Sie tut dir gut und löst Stress und Anspannungen. Einigen rate ich auch, einmal wöchentlich ins Solarium zu gehen oder (im Sommer) viel draußen zu sein, um genügend Vitamin D zu tanken (unser Glückshormon!).

Yoga ist eine weitere Möglichkeit, das Körpergefühl zu stärken. Gerade für Betroffene von Essstörungen gilt Yoga als eine integrative Übung zur emotionalen und mentalen Gesundheit. Yoga stärkt die Knochen und hilft dabei, Angst, Druck und Depressionen zu lösen. Zudem stärkt Yoga das Selbstbewusstsein bringt dich und deinen Körper wieder in Balance.

Trigger meiden.

Jeder hat seine eigenen persönlichen Trigger, aber für jeden Einzelnen gilt es, diese so gut es geht, zu meiden. Im Heilungsprozess ist es daher ratsam, einige Verhaltensweisen bewusst wahrzunehmen und zu hinterfragen. Ich denke da vor allem an folgende Punkte:

  • Bequeme Kleidung tragen und eventuell neu kaufen, statt Kleidung zu tragen, die zu klein ist.
  • Waage und Spiegel entfernen. Wenn dein Gewicht überwacht werden muss, dann bitte von einem Arzt, den du wöchentlich oder alle 14 Tage zu diesem Zweck aufsuchst.
  • klare Struktur: nach dem Essen einer Aufgabe / einem Plan nachgehen, anstatt den essgestörten Gedanken Raum zu geben für das Kopfkino. Z.B. Spaziergang, Telefonat etc.
  • Romane und Fachbücher statt Klatschzeitschriften lesen. Was hast du noch zu Hause herumliegen? Diätbücher und sonstige Pläne? Die kannst du getrost zu Geld machen:)
  • Natur statt Fitnessstudio. Das Gym ist voller Trigger. Atme lieber frische Luft!
  • Strukturiert nach Uhrzeit essen, um eine Routine aufzubauen und unnötige Zeit und Nerven mit den Gedanken an Essen zu verschwenden. Dazu kannst du eine Ernährungsberatung aufsuchen, oder gemeinsam mit mir einen Essplan erarbeiten. Als Stütze rate ich dir, dein Essen zu fotografieren und regelmäßig an ein Familienmitglied/guten Freund zu senden (als eine Art Vereinbarung).

Affirmationen.

Affirmationen sind ein kraftvolles, psychologisches Werkzeug. Sie greifen direkt in das Unterbewusstsein und können sich stärkend auf das Selbstbewusstsein auswirken, wenn sie oft genug wiederholt werden.
Starte daher jeden Tag mit den folgenden Affirmationen:

Fülle dein Leben mit Positivität.

Mit der Gewichtszunahme steigen unweigerlich die Selbstzweifel. Umso wichtiger ist es, ein positives und geschütztes Umfeld aufzubauen und Zeit für die Genesung einzuräumen. Erstelle eine Liste mit Dingen, die dir Freude bereiten und deine Seele nähren. Lerne parallel nein zu sagen, zu Aktivitäten und Einflüssen, die dir nicht gut tun.

  • Mache dir selbst Geschenke. Kaufe dir schöne Blumen oder ein gutes Buch. Buche eine Massage, einen Friseurtermin, das hast du verdient!
  • Ausmisten. Alles, was dich an dein altes Leben mit der Essstörung erinnert, kann Platz machen für Neues!
  • Verwöhne dich. Erlaube dir zu ruhen, wann immer du es willst. Du darfst faul sein, du darfst Energie tanken. Du MUSST dies sogar tun, um eine innere Balance zu erlangen und ein glückliches (langes) Leben zu führen.
  • Spiele. Was hat dir als Kind Spaß gemacht? Ob Achterbahn fahren, Tischtennis spielen, oder Computerspiele zocken. Wir alle haben dieses Kind in uns, das manchmal das Verlangen danach hat, sie Welt hinter sich zu lassen um einfach nur zu spielen!
  • Visionboard mit Wünschen und Zielen. Arbeite deine persönlichen (realistischen) Ziele aus und übertrage sie auf ein Visionboard, einem Poster oder ein Blatt Papier und klebe sie an einer gut sichtbaren Stelle an die Wand. Erinnere dich daran, dass du nur vorwärts und nicht rückwärts gehen kannst.
  • Besuche Menschen, die einsam sind oder sich über deine Anwesenheit freuen würden. Das Gefühl gebraucht zu werden steigert nicht nur dein Selbstwertgefühl, sondern gibt dir auch eine neue Aufgabe. Wie kannst du heute jemanden glücklich machen?

In dem gesamten Prozess erinnere dich immer wieder daran, dass die Gewichtszunahme temporär und nicht für immer ist. Je länger du dein gesundes Gewicht hältst, desto einfacher wird es für dich.

Noch mehr Hilfe?

Sende mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular, oder besuche meinen Onlinekurs “deine Kampfansage” !
Mein kostenloser Ratgeber steht dir jederzeit als Download zur Verfügung.
Gemeinsam machen wir dich stark!

Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy <3

 

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