Für manche reicht schon der Gedanke an triggerndes Essen aus, um Panik und Unruhe auszulösen. Der Grund dafür ist die Angst, die dahinter steckt. Diese zu überwinden und triggerndes Essen wieder zu integrieren, ist Teil der Genesung einer Essstörung. Egal, ob es sich um die Magersucht, Bulimie oder Esssucht handelt.

Das Sehen und Essen verursacht Angst

Die Trigger-Lebensmittel, oder das sogenannte „Fearfood“ ist für jeden Betroffenen verschieden. Ein beliebtes Beispiel ist das Schokocreme-Brötchen. Dieses bricht für viele gegen alle Regeln: Zucker und Fett in Kombination! Auf der anderen Seite lernte ich aber auch eine Frau kennen, die sich ausschließlich von Schoko-Croissants ernährte und diese zu ihrem „sicheren Lebensmittel“ machte. Wir müssen die Gedankengänge der Essstörung nicht verstehen, aber wir können sie erkennen und hinterfragen.

Von Person zu Person verschieden

Auch ich hatte meine Fearfoods, nahezu alle Kohlenhydrate: Pasta, Reis, Kartoffeln und natürlich alle Süßigkeiten. Von Außen habe ich mir einreden lassen, dass diese schon in geringen Mengen sofort auf den Hüften landen. Natürlich ist das kompletter Blödsinn und nicht wahr. Weil ich diese Lebensmittelgruppen aber so lange gemieden habe, wurde die Angst immer größer und jedes Mal, wenn ich nachgegeben habe, konnte ich die Mengen nicht mehr kontrollieren. Dieses Verhaltensmuster verstärkte wiederum meine Angst. Ein Teufelskreis.

Daraus schlussfolgerte ich, dass ich das triggernde Lebensmittel komplett meiden müsste. Die Wahrheit aber ist:
Je mehr ich mir etwas verbiete, desto größer wird mein Verlangen danach. Der verbotene Apfel wird immer interessanter.

Meiden ist keine Lösung

Wie wir alle wissen, ist das Essen ein Teil des Lebens und wir können es nicht einfach ignorieren. Darüber hinaus machen uns Verbote langfristig unglücklich. Für mich war es nicht das, was ich wollte. Ich wollte wieder ALLES essen können und weder die Kontrolle verlieren, noch Angst- oder Schamgefühle empfinden.

Wie du den Teufelskreis durchbrichst

In der Psychologie gibt es ein Verfahren, das sich systematische Desensibilisierung nennt. Es handelt sich dabei um eine Verhaltenstherapie, die oft bei Menschen mit Angststörungen angewendet wird. Dabei wird sich dem Angst-Objekt schrittweise genähert, bis zur direkten Konfrontation.

Der Klient lernt, mit dem Unbehagen zu sitzen und Entspannungstechniken gegen die Angst, die aufkommt, anzuwenden. Das Ziel liegt darin, dass der Klient sich langsam von der Phobie befreien kann.

Dieselbe Vorgehensweise kann in der Genesung von Essstörungen verwendet werden. Dabei werden die kritischen Lebensmittel bewusst in den Ernährungsplan integriert. Anfangs in kleinen Mengen, die nach und nach gesteigert werden können.
Als Stütze kannst du diesen Schritte-Plan verwenden:

So kannst du das Konzept der systematischen Desensibilisierung  für dich nutzen. Im Voraus kannst du dir einmal eine Liste deiner persönlichen Trigger-Lebensmittel erstellen. Male dir anschließend aus, wie du diese Lebensmittel genussvoll isst und dabei völlig entspannt bist. Im nächsten Schritt kaufst du eines der Lebensmittel ein und kannst wie in der Grafik vorgehen.

Hast du allen Mut zusammengenommen, dann mache dir bewusst, dass die kleinste Menge bereits ein Erfolg und ein Schritt nach vorne ist:) Die vollständige Freiheit, in der du ohne Scham und Angst essen kannst, rückt somit immer näher!

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Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy <3