Die Sucht nach Essen, Drogen, Alkohol, Sport, Sex oder Arbeit.

Was hat es damit auf sich? Können wir da separieren? Oder haben sie doch alle etwas gemeinsam? Warum werden wir auf einmal von etwas besessen, das uns zuvor nichts anhaben konnte? Und wie kommen wir wieder davon los? Ist es nur eine Frage der Umstellung oder der Willenskraft, oder können wir mit Hilfe von Übungen vergangene Traumata bewältigen? Und was ist die Kernursache von dem Ganzen?

Ich habe schon viele Gespräche mit meinen Lesern geführt und festgestellt, dass vielen nicht bewusst ist, dass es

1. Sowohl emotionales, als auch geistiges oder körperliches Trauma geben kann und

2. dieser Missbrauch die Entwicklung von Dysfunktionen, Unsicherheiten, Minderwertigkeitsgefühlen und emotionaler Instabilität     begünstigen kann.

Bei einigen führen diese prädisponierenden Faktoren im späteren Verlauf zu Essstörungen, bei anderen zu Drogenmissbrauch, oder Arbeitssucht etc.

Lange Zeit war auch mir das nicht bewusst. Immerhin gab es keine konkreten sexuellen, oder gewalttätigen Übergriffe, an die ich mich erinnern konnte. Erst nachdem ich die Essensthemen verabschiedete und mich endlich mit mir selbst auseinandersetzte, konnte ich die Punkte verbinden und zum Kern meiner destruktiven Verhaltensweisen finden. All die Jahre habe ich meine Gefühle unterdrückt, indem ich mich mit nichts anderem als dem Essen beschäftigte. So sehr, dass die Wurzel allen Übels unerkennbar blieb.

Ich hatte mir im Leben nicht ausgemalt, dass Dinge wie

– Vernachlässigung
– Leistungsdruck
– Trennungen
– Hänseleien oder Aussagen von anderen Personen

einen derart großen Schaden an der menschlichen Psyche anrichten können.

Ich gelang in eine geistige und körperliche Not und konnte mir nicht einmal selbst erklären, warum. Alles, was ich wusste war, dass ich immer trauriger wurde, immer weniger Hoffnung schöpfte und am liebsten alles hinschmeißen wollte.

Heute, nachdem ich so Vieles aufarbeiten und von der Essstörung genesen konnte, ist auch wieder meine Lebensfreude zurück. Ich bin körperlich gesund und bin im Alltag viel achtsamer geworden. Deshalb helfe ich gerne anderen bei der Suche nach ihren potenziellen Auslösern und Kernursachen. Denn das ist die SUCHT – eine SUCHE nach Erlösung von Druck, schmerzhaften Erinnerungen, negativen Gedanken und Gefühle der Einsamkeit, eine Suche nach Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und Wärme. Und eine gleichzeitige Flucht vor Geschehnissen, Verpflichtungen und Lösungen, die nur leider in der kompletten Selbstzerstörung endet.

Was ist deine Sucht? Wonach SUCHST du?

Bestätigung von Außen (Liebe)? Ist es nicht vielleicht die Selbstliebe, die du versuchst durch eine Gewichtsabnahme und ständige Selbstoptimierung zu erlangen? Ist diese Handlung logisch?
Brauchst du das Gefühl, etwas geschafft zu haben, um dich selbst akzeptieren zu können? Hängst du in einem „Wenn…, dann…“-Denken fest?

Dann lasse mich dir sagen: Mit diesen Verhaltensweisen unterdrückst du dein wahres, authentisches Selbst und wirst durch die hoch gesetzten Ziele nie glücklich. Ein geringes Selbstwertgefühl lässt sich nicht durch Akzeptanz von Außen beheben. Warum?
Weil wir uns selbst in diesem Prozess verlieren und süchtig werden nach äußeren Faktoren.

Vielleicht ist es an der Zeit zu lernen, dich selbst zu akzeptieren. Beende deine gewohnten Verhaltensweisen, das Wiegen und Kontrollieren, denn … 

Kontrolle ist ein wichtiger Faktor für die Sucht.

Ob in Form von Portionen, Gewicht, oder äußerem Erscheinungsbild. Mit der Kontrolle lässt du dich selbst emotional unterdrücken und wiederholst das Trauma anstatt es aufzuarbeiten und anzunehmen.

Wenn du das Kernproblem löst, unterdrückst du deine Gefühle nicht mehr und kannst von der Sucht/Suche loslassen – endlich!

In der Regel sind traumatische Erlebnisse immer noch der Hauptauslöser, der uns in schädliche Süchte führt. Die Sucht wird ein Bewältigungsmechanismus für unsere mangelnde Kontrolle über unsere Emotionen.

Meine Erfahrung

Ich war nicht nur körperlich abhängig vom Essen, sondern auch von anderen Substanzen, Stimulanzien, und Menschen. Damit konnte ich mich hervorragend von meinen wahren Problemen ablenken.

Ich habe diese Süchte benutzt, um die zugrunde liegenden Gefühle von Unwürdigkeit, niedrigem Selbstwertgefühl, Misserfolg und Ablehnung zu betäuben. Ich fühlte mich nicht fähig zu leben, wie es andere von mir erwartet haben. Und so begann die Tortur mit dem Perfektionismus und der Kontrolle.

In Wahrheit lagen Dinge in meiner Vergangenheit, die aufgearbeitet werden wollten, Gefühle, die gefühlt werden wollten.

Was auch immer dir widerfahren ist: Suche dir Hilfe,

aber verliere dich nicht in einer Sucht!

 

Die Essstörung ist nur ein Werkzeug, das du einst gewählt hast, um Emotionen zu bewältigen, um mit Schmerz oder Traumata umzugehen oder um Kontrolle zurück zu gewinnen.

Bleibe dran & löse die Fesseln, die du dir damit selbst angelegt hast!

 

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Gemeinsam machen wir dich stark!

Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy