Eine bedingungslose Erlaubnis zu essen klingt zunächst einmal nach keiner so großen Schwierigkeit. Vielleicht nimmst du auch bereits an, dass du dir die volle Erlaubnis schon gibst. Aber wenn du tiefer gräbst, spürst du evtl. einen unterbewussten Widerstand. Vielleicht sind es die “gesunden Dinge”, die du dir in unbegrenzten Mengen erlaubst, aber was ist mit Schokolade und Chips? Gehören diese vielleicht doch noch zur Kategorie verboten oder nicht erlaubt?

Und da ist er. Der Widerstand. Für mich hat es etwas gedauert, diese Erkenntnis für mich anzunehmen. Aber dann änderte sich meine gesamte Denkweise gegenüber dem Essen. Anstatt das Essen in “Gut” und “Böse” einzuteilen, fing ich an, nur nach danach zu gehen, was mir schmeckte und was nicht. Was ich wirklich verlangte, was mein Körper gut verträgt und was ich wirklich essen wollte.

Und diese Vorgehensweise ist ein wichtiger Meilenstein in deiner Genesung.

Warum du dir bedingungslose Erlaubnis geben solltest, zu essen:

Um dich von all den widersprüchlichen Essensregeln zu befreien!

Essensregeln sind Dinge, an die du glaubst, nachdem du Diätbücher gelesen hast, oder mit anderen Menschen über die Ernährung gesprochen hast. Heutzutage spielen auch Instagram-Posts und YouTube-Videos über Fitness und Ernährung eine große Rolle. Der eine streicht Kohlenhydrate, der andere Fette. Mit der Zeit nimmst du automatisch irgendwelche Glaubenssätze und Ernährungsrichtlinien auf, ohne sie weiter zu hinterfragen.

Diese Regeln wollen dir weiß machen, dass du dein Essverhalten unter Kontrolle hast. Du fängst an zu glauben, dass du bestimmten Richtlinien folgen müsstest, um deinen Seelenfrieden zu finden. Somit hat die Diätindustrie ihr Ziel erreicht. Du beginnst, Ersatzware zu kaufen, Fitnessprogramme und Diätbücher. Außerdem noch einen Fitnesstracker, einen Schrittzähler und eine Kalorienapp. Du denkst, dass dein Essverhalten völlig ausarten würde ohne diese Kontrollmechanismen – aber das tut es in Wahrheit nicht! Wenn du diese Essensregeln beseitigst, ist endlich Platz für dein wahres Begehren – körperlich und emotional gesehen. Dein Körper ist einzigartig und es ist deine Aufgabe, herauszufinden, was er benötigt und dafür zu sorgen, dass er es bekommt! Du brauchst keine spezielle Diät, um das herauszufinden. Das jahrelange Diätverhalten hat mich nur unglücklich, dicker und gestresster gemacht.

Um den Teufelskreis aus Restriktion, Fressanfällen und Schamgefühlen zu brechen.

Dieser ewige Kreislauf wird für viele Frauen Kräftezehrend. Du versuchst ständig gut zu sein, indem du weniger oder gesünder isst, nur um am Ende des Tages deinem Heißhunger zu erliegen. Die Schuldgefühle hinterher sind zudem mindestens genauso groß, wie die Mengen, die du zwanghaft gegessen hast.

Dabei ist dies nur eine logische körperliche Reaktion auf das restriktive Essverhalten. Wenn dem Körper keine regelmäßige Energie zugeführt wird, entwickelst du schnell einen übertriebenen Fokus auf die energiedichtesten Dinge auf diesem Planeten: Süßkram und Fastfood. Dabei hat er es speziell auf die Kohlenhydrate in Verbindung mit Fett abgesehen, da dies am schnellsten die größte Energie liefert.. während du dich außer Kontrolle fühlst.

Die anschließenden Schuld- und Schamgefühle lassen dich im Teufelskreis feststecken. Trotzdem traust du dich nicht, den richtigen Weg zu gehen und dir bedingungslose Erlaubnis zu geben. Doch wenn du dies tust, wirst du merken, dass es völlig ok ist, einfach das zu essen, was du willst (sogar, wenn du nicht körperlich hungrig bist!!). Erst, wenn du dir selbst regelmäßig und ausreichend Nahrung zuführst, wird dein Körper sich wieder sicher und wohl fühlen. Auf langer Sicht wird er auch nicht mehr am Rad drehen, wenn es das nächste Mal Essen gibt.

Um deinem Körper zu vertrauen… und dir selbst.

Sich selbst bedingungslose Erlaubnis zu geben erfordert Vertrauen in deinen Körper und dir selbst. Es wird dich herausfordern, deine alten Glaubenssätze zu beseitigen, die du dir um das Essen geschaffen hast. Das sind Sätze, wie: “Wenn ich mir erlaube zu essen, nehme ich unendlich zu“ oder „Wenn ich mir meine Lieblingslebensmittel erlaube, kann ich nicht aufhören, sie zu essen.“

Wenn du auf diesen Artikel geklickt hast, glaube ich, dass du dir durchaus auch ein anderes Szenario vorstellen könntest (und vielleicht sogar wünschst?). Und du gerne wieder Vertrauen in deinen Körper haben möchtest. Zu glauben, dass das, was er tut, richtig ist. Darauf vertrauen, dass er Kohlenhydrate zur Energiegewinnung braucht und das auch mal in Form von Schoko-Keksen geschehen kann. Darauf vertrauen, dass du leckere Speisen genießen kannst ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Darauf vertrauen, dass normales Essen eine Option für dich ist.

Um Essen als Essen anzusehen.

Essen ist nur Essen. Es ist ein Werkzeug, um dem Körper Energie zuzuführen und ihn zu nähren. Es hilft ihm, zu LEBEN. Die Etiketten “Gut” und “Schlecht”, die du den Lebensmitteln zuordnest, sind nur Bewertungen, die du beseitigen kannst! Genauso, wie du alle anderen Regeln rund ums Essen auch verabschieden kannst!

Essen ist nicht ‚gut‘ oder ’schlecht‘. Es gibt Nahrungsmittel, die weniger nährreich sind als andere, aber dennoch können sie integriert werden, denn sie fördern dein emotionales Gleichgewicht!

Auch wenn der Salat noch so viele Vitamine und Nährstoffe besitzt: Wenn du wirklich hungrig bist, und ein Sandwich willst, gibt sich dein Körper mit dem Salat nicht zufrieden. In diesem Moment ist es einfach nicht die beste Option und triggert deinen nächsten Essanfall. Iss’ die Pizza oder was auch immer ohne Schuldgefühle. Therapiere damit deine Seele! Denke dran: Der Stress, den du dir um die Diät und Gewichtsabnahme machst, ist schädlicher für deine Gesundheit als Hin und Wieder Fast Food auf dem Teller.

Am Ende des Tages ist Essen nur noch Essen. Erinnere dich selbst daran, dass du immer alles haben kannst, wann du willst und in den Mengen, die du willst. Wenn du deine Sichtweise dementsprechend änderst, hat das Essen keine emotionale Kontrolle mehr über dich. Du kannst sie zurückgewinnen, indem du dich dazu entscheidest, das Essen als Energiequelle, Nahrung und Vergnügen anzusehen.

Um zu essen, was du möchtest. Ohne Kompensation hinterher.

Du verdienst es, alles essen zu können, was du begehrst und einfach weiterzumachen. Dadurch musst du nichts wieder “gut machen”, denn du hast keinen Fehler gemacht. Es ist nur Essen. Du musst auch nicht erst Sport machen, um zu essen. Du musst nicht erst einen Salat essen, und du darfst auch nach dem Essen einen Nachtisch verspeisen.

Dein Körper weiß, wie er die Nahrung verarbeitet und verdaut. Er wird dir sagen, wie viel er benötigt, um zu funktionieren. – wenn du nur darauf vertraust! Es ist außerdem gut zu wissen,  dass die Mengen variieren können. Manchmal isst du mehr und manchmal weniger. Das ist normal. Dein Körper wird es selbst wieder ausbalancieren, wenn du ihn lässt. Das nächste Mal wirst du weniger hungrig sein.

Anstatt zu kompensieren und wieder auf den Diäten-Zug zu springen, hole tief Luft und warte einfach bis zur nächsten Mahlzeit!

Denke dran: Erinnere dich zu jeder Mahlzeit daran, dass du alles wieder haben kannst, auch zu einem späteren Zeitpunkt. Sage dir: „Ich erlaube mir das. Ich kann es immer haben, wenn ich will.“

 

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deine Dani von Recoverybuddy