Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass ich in die Recovery gestartet bin. Nicht nur alleine, sondern auch Dank Recoverybuddy & der Unterstützung meiner Familie (insbesondere meines Vaters), meiner Freundin Hannah und anderen alten und neuen Bekannten kann ich nun sagen, dass mein Leben wieder halbwegs normal und besser ist.

Ich blicke auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen zurück, in dem ich unglaublich viel erlebt und gelernt habe. Mittlerweile bin ich wieder satt in einem gesunden Gewichtsbereich, habe keine Angst mehr vor dem Essen und habe gelernt, meinen Bedürfnissen nachzugehen, egal was die Stimme in meinem Kopf mir probiert einzuflößen.

Vor einem Jahr wusste ich , dass es so nicht weitergehen kann.

Dass ich, wenn ich so weitermachen würde, es kaum möglich wäre, jemals an all den schönen Dingen des Lebens teilhaben zu können. Und vor allem hatte ich so viele Rückschläge erlebt, dass ich unbedingt gesund werden wollte. Eine zweite Chance hatte ich bereits in der Schule bekommen, mein Abitur neu anzugehen und das Schuljahr zu wiederholen. Ich wusste, dass ich das nur schaffen kann, wenn ich gut zu mir selbst bin und nicht mehr meine ganze Energie für die Essstörung verschwende. Auch das neue Umfeld bot eine Chance, neue Freunde zu finden und aus meiner Rolle herauszukommen.

Mein Ziel war nicht nur das Abitur, sondern auch meine erste eigene Reise ins Ausland anzutreten.

Habe ich es geschafft? – Aber klar doch!

Es war keineswegs einfach und es hat einige Zeit gebraucht, sich mit dem Essen wieder anzufreunden. Nach diversen Fear-Food Challenges, Pin-Parties & Treffen zum Kaffee trinken sind all diese Sachen mittlerweile Bestandteil meines Lebens geworden und ich fürchte sie nicht mehr. Ganz entscheidend war für mich war die Minnie-Maud-Methode mit der Vorgabe von 3000 kcal oder mehr täglich. Zunächst unvorstellbar für mich.

Heute brauche ich nicht mehr nachzurechnen, denn mein Körper hat sich an Die Portionen gewöhnt und wenn mir nach mehr ist, gehe ich dem nach. Mit dem regelmäßigen Essen & der Gewichtszunahme sind auch die Zwänge weniger geworden. Die ein oder andere komische Angewohnheit habe ich noch, aber ich arbeite dran.

Ganz entscheidend war zu lernen, dass all meine Ängste sich nur in meinem Kopf abspielen und, dass ich in der Realität keine Angst vor einem Burger, dem Geburtstagskaffee bei meiner Oma oder dem Besuch im Freibad haben brauche! Es steckt so viel mehr in uns, als wir denken, weil die Essstörung uns klein macht!

Das Abitur habe ich mit einer mehr als zufriedenstellenden Ergebnis gemeistert. Meine Reise nach Island war ebenfalls wunderschön und das Sahnehäubchen meiner Recovery. All dies hätte Ich vor einem Jahr nicht geschafft! Ich bin noch nicht komplett gesund. Das weiß ich. Es werden noch so viele Schritte folgen müssen, um all die kranken Gedanken in meinem Kopf verblassen zu lassen.

In meinem zweiten Recovery-Jahr möchte ich mein Sportpensum regulieren und hin zu einem intuitiven Essverhalten finden. Das alles geht nur schrittweise, in meinem eigenen Tempo.

Ich habe gelernt, mir die Zeit zu geben,

die ich brauche und mich nicht zusätzlich unter Druck zu setzen. Es werden schlechte Tage kommen, an denen es mir schwer fallen wird, nicht in alte Muster zurück zu fallen. Dafür kommen auch wieder andere, an denen ich das Leben genießen, lachen und Spaß haben kann. Das, was zählt ist die Entschlossenheit, der Glaube an sich selbst und die Hoffnung, dass das Leben eines Tages unbeschwert sein wird! Bleibt dabei – es lohnt sich 😉

Eure Bonnie <3

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Gemeinsam machen wir dich stark!

Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy