Heute kommen wir zum 3. Teil meiner Selbstzweifel-Serie.
Falls du die 2 anderen Teile noch nicht kennst, kannst du sie hier nachholen:

Teil 1: Den inneren Kritiker nutzen
Teil 2: Negativspiralen stoppen

Schmerz ist unvermeidlich … aber Leiden ist freiwillig!

Heute geht es vor allem darum, warum es so wichtig ist die Realität zu akzeptieren.

Läuft unser Leben ganz „normal“ und nach Wunsch, dann ist dies überhaupt kein Problem. Doch sobald etwas nicht nach Wunsch verläuft, eine Belastung auftritt oder gar etwas unangenehmes und unerwartet … dann fangen wir an, zu leiden.

Situationen in denen wir uns zurück gesetzt fühlen, in denen wir uns allein fühlen, wir Angst haben oder etwas nicht bekommen, dass wir uns so sehr wünschen … das sind die Momente in denen wir üben können.

Um was geht es genau?

Manche Dinge im Leben sind für Betroffene einfach schwer zu ertragen, und unglaublich schwer zu akzeptieren. Es bereitet emotionale Schmerzen. Und um diese nicht zu fühlen, neigen wir dazu die Realität ein ganz klein wenig zu verändern.

Ein Beispiel:

Vor ein paar Jahren, in einer echt schweren Zeit, hatte mein Mann beschlossen mich zu betrügen. Ich war am Boden zerstört, furchtbar verletzt und abgrundtief wütend auf ihn.

Doch anstatt ihm die Hölle heiß zu machen, habe ich so getan, als wäre nichts geschehen. Ich habe einfach weiter gemacht, und still und heimlich sehr gelitten.

Doch genau in diesem Moment hätte ich die Realität so annehmen müssen, wie sie tatsächlich war. Er war ein Arsch, er hat mich betrogen! Das tat weh! Viele Gedanken und Gefühle aus meiner Vergangenheit kamen wieder nach oben.

„Warum schon wieder ich? Was ist nur falsch mit mir? Was habe ich getan, dass er mich betrogen hat?“

… heute weiß ich, dass ist absoluter Bullshit!

Denn mit mir war absolut nichts falsch, und sicher hatte ich auch nichts getan, was ihn dazu veranlasst hatte.

Er war einfach ein ignoranter Arsch, der nur an sich gedacht hatte.

Akzeptanz / Annahme

In dem Moment, in dem ich der Realität ins Auge schaute – sie annahm wie sie war – war ich Frei!

Natürlich war der Schmerz noch vorhanden, aber ich konnte meine Wut nun dahin lenken, wohin sie tatsächlich gehörte … zu ihm!

Wenn wir also die Wahrheit leugnen, sie nicht so akzeptieren wie sie tatsächlich ist, stecken wir in einer Sackgasse fest. Wir leiden, wir geben uns die Schuld. wir verlieren uns in unseren Emotionen.

Nehmen wir die Situation einfach so hin wie sie tatsächlich ist, können wir etwas daran ändern. Leugnen wir hingegen die Wahrheit, bleiben wir gefangen … in unserem Selbsthass, in unserem Schmerz!

Dies gilt aber auch – und vielleicht ganz besonders – für Situationen die uns selbst betreffen.

Ich kann mich daran erinnern, dass ich mir Jahrelang anhören konnte, dass ich doch emotional instabil sei. Das mit mir irgendwas nicht stimmte.

Das habe ich rigoros abgeblockt. Habe diese Menschen dann einfach gemieden, und war sofort sehr wütend. Wie sie das auch nur ansatzweise denken konnten. Ich konnte und ich wollte mir nicht eingestehen, dass an der Sache tatsächlich etwas sein könnte.

Erst als ich bereit war zu erkennen, dass tatsächlich etwas nicht stimmte. Dass ich tatsächlich emotional sehr instabil war … erst da schaffte ich es, mir Hilfe zu holen.

Und genau das war der Zeitpunkt, an dem es aufwärts ging. In dem Moment, als ich mir selbst die echt schmerzhafte Realität eingestanden hatte, dass etwas mit mir nicht stimmt und ich Hilfe bräuchte … erst dann konnte ich wachsen.

Okay hier noch ein paar kleine Beispiele für Euch:

Realität:

Ich habe den Job nicht bekommen. Deshalb fühle ich mich traurig und ein wenig verzweifelt.

Verdrängen:

Es ist nicht fair! Ich habe den Job nicht bekommen, weil die alle voll die Idioten sind. So eine Chance bekomme ich nie wieder! Das ist voll unfair!

Seht ihr den Unterschied? Bei der Realität schmerzt es vielleicht ein wenig, und vielleicht seid ihr auch ein oder zwei Tage verzweifelt und frustriert. ABER hier habt Ihr die Chance, neu zu starten. Keine Bewertung der Situation, nur einfache Akzeptanz!

Beim Verdrängen gebt ihr Euch automatisch in die Opferrolle. Dort könnt Ihr Euch dann wunderbar die ganze Zeit selbst bemitleiden, und alle anderen verteufeln. Aber was bringt es Euch?

So, das war es dann auch für dieses mal! Ich hoffe es hat Euch ein wenig weiter gebracht.

Ich wünsche Euch eine tolle Woche und bis bald,

Euer Coach Claudia

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