7 Fress-Fallen und wie du sie vermeiden kannst! Teil 1

  • 10. September 2017

Fühlst du dich manchmal gefangen in einem Teufelskreis?
Das könnte daran liegen, dass du tatsächlich gefangen bist, weil du in eine Falle getappt bist.

Nach über 10 Jahren eigener Erfahrung und 2 Jahren Arbeit mit Betroffenen von Essstörungen, habe ich genau 7 klassische Fallen identifizieren können. Diese sogenannten Fress-Fallen halten dich in einem Teufelskreis aus Essattacken, emotionalem Essen und Obsession gefangen. Es fühlt sich an wie ein Gefängnis und ist nicht selten mit negativen Emotionen wie Scham- und Schuldgefühlen verbunden. Wir fühlen uns machtlos gegenüber dem Essen, schwach und unter Druck gesetzt.

Darum finde ich es so wichtig, dir heute die 7 Fress-Fallen vorzustellen und dir gleichzeitig die Schlüsselkompetenzen zu vermitteln, um dich erfolgreich zu befreien:

  • Die Diätenfalle
  • Die Blutzucker-Achterbahn-Falle
  • Die Nährstoffmangel-Falle
  • Die Gewohnheitsfalle
  • Die Regel-Falle
  • Die falsche Freunde-Falle
  • Die Innerer Kritiker-Falle

Wenn du dich als esssüchtig oder als Binge Eater bezeichnest, kann es sein, dass alle diese Fallen auf dich zutreffen. Manche Fallen haben dich vielleicht stärker im Griff, als andere. Wichtig aber ist, sie zu beseitigen, um auch den Essdruck zu vermindern!

Die Diätenfalle

Die Diätenfalle war sicherlich auch für mich ein großer Mitspieler. Dabei konnte schon längst wissenschaftlich bewiesen werden, dass Diäten genau das Gegenteil bewirken. Sie funktionieren nicht langfristig und bescheren uns mehr Gewicht, als uns lieb ist.
Im Schnitt nehmen 95 % der Diäthaltenden ihr Gewicht wieder zu und dazu noch ein paar Bonuskilos. Warum ist das so? Kalorienrestriktion verleit uns dazu, zu überessen. Der Jojo-Effekt ist demnach kein Mythos!

Eine Langzeitstudie ergab, dass bei Frauen das Binge Eating Verhalten zu 12 % anstieg, bei Männern zu 7%. Je strikter die Diät ist, desto größer ist der Druck, zu überessen. Das ist ein natürlicher Überlebensmechanismus unseres Körpers, wenn ihm essentielle Faktoren zum Leben fehlen: Sauerstoff, Wasser und Essen.

Nach dem Essanfall versuchen viele wieder zu kompensieren. Und da ist sie: die Diätenfalle!

Wie du dich davon befreist?

Iss‘ ausreichend und regelmäßig, lasse keine 4 Stunden ohne Nahrungsaufnahme verstreichen (tagsüber) und schließe keine Lebensmittel oder Makronährstoffe aus. Dein Körper braucht von allem etwas! Menschen, die ihr Gewicht halten, essen im Durchschnitt zwischen 2400 und 3050 Kcal, also mehr als auf Nährstofftabellen empfohlen wird.

ES IST NICHT MÖGLICH, VON BINGE EATING ZU GENESEN, WENN DU 1500 KALORIEN TÄGLICH ISST!

Die Blutzucker-Achterbahn-Falle

Ich musste sehr schnell feststellen, dass es keine gute Idee war, jeglichen Süßkram zu Hause zu haben. Schließlich verleiten uns nicht die Salate zum Überessen, sondern für gewöhnlich isolierte Kohlenhydrate, die der Körper aufgrund der schnellen Energie so liebt. Das Problem ist nur, dass sie sofort in unsere Blutbahn gelangen und den Blutzuckerspiegel erhöhen. Genauso schnell, wie er hochgeschossen ist, sinkt er aber auch wieder, und zwar nicht auf ein normales Level, sondern in den Unterzucker-Bereich. Niedriger Blutzucker führt zu Heißhunger, den unser Körper am liebsten wieder mit stark verarbeiteten Kohlenhydraten (schnelle Energie) stillen möchte. Und schon sind wir wieder in der Falle, im Teufelskreis!

Wie du dich davon befreist?

Integriere Süßes und Fast Food als das, was es ist: als Snack. Schaffe eine gute Basis für einen stabilen Blutzucker, indem du 3 vollwertige Mahlzeiten mit komplexen Kohlenhydraten (Vollkornreis/Nudeln, Vollkornbrot usw.), Proteinen (Fisch, Fleisch, Ei, Tofu, Hülsenfrüchte, Quark usw.) und Fetten (kaltgepresste Öle, Butter, Avocados, Nüsse, Leinsamen usw.) und eine unbegrenzte Menge an Obst und Gemüse isst. Gewöhne deinen Körper wieder an kleine, ausreichende Portionen Süßes, indem du Einzelpackungen/Einzelportionen kaufst, wenn du Gelüste verspürst.

Die Nährstoffmangel-Falle

Was bedeutet für dich gesund zu essen? So wenig Fett wie möglich? So wenig Kohlenhydrate wie möglich? FALSCH. Am gesündesten isst derjenige, der mit seiner Nahrung die meisten Nährstoffe aufnimmt. Das bedeutet, auch wenn du viele Kalorien aus minderwertiger Nahrung ziehst, fehlen deinem Körper weiterhin Nährstoffe. Du nimmst aufgrund der hohen Zufuhr an Gewicht zu und brauchst immer größere Mengen, um satt zu werden. Warum? Weil der Körper in Wirklichkeit Nährstoffe einfordert, diese aber nicht bekommt. Und schon wieder sitzt du in der Falle.

Wie du dich davon befreist?

Gesunde Ernährung ist nicht kompliziert. Es gilt eine einzige Regel: je natürlicher und unverarbeitet das Lebensmittel, desto mehr Nährstoffe liefert es. Eine 90%ige Vollwerternährung ist demnach der Schlüssel für eine optimale Nährstoffversorgung und für die erfolgreiche Bekämpfung von Binge Eating. Um einmal zu erfahren, welche Nährstoffe dein Körper täglich bekommt, kannst du deine tägliche Zufuhr auf Cronometer.com auswerten lassen. Die Defizite können dabei auch durch Supplemente wie Omega-3, Vtamin B12, Magnesium, Eisen und Probiotika ausgeglichen werden. Besser jedoch ist die Einnahme durch natürliche Nahrungsmittel.

Die Gewohnheitsfalle

Stress auf der Arbeit? – Nervennahrung muss her.
Beim Stadtbummel verführen lassen? – Ist ja schließlich Belohnung.
Die Kollegin bringt Muffins mit? – Da kann ich jetzt nicht unfreundlich sein.
Kummer in der Beziehung? – Das Frustessen ist vorprogrammiert.

Schlechte Gewohnheiten gehen einher mit Ausreden. „Schuld sind meine Gefühle“. Das ist nicht wahr, die Gewohnheit kommt als erstes.

Die ersten 3 Fallen waren ausschließlich körperliche Aspekte. Doch jeder kennt die Gewohnheitsfalle. Diese hat vor allem damit zu tun, wie unser Gehirn funktioniert. Nahrung, die reich an Fett und Auszugsmehlen ist, bewirkt einen Dopamin- und Endorphinaustoss in unserem Gehirn. Sogar so stark, dass eine opiatähnliche Wirkung und eine Euphorie zu spüren ist. Unsere heutige Nahrung kann zu einer Droge werden. Gewohnheiten haben sich deshalb schnell eingeschlichen, dafür darfst du dich nicht verurteilen. Die gute Nachricht aber ist: Gewohnheiten lassen sich brechen.

Wie du dich davon befreist?

Als erstes musst du herausfinden, in welchen Situationen du welche Angewohnheit angenommen hast. Als zweiten Schritt ist es wichtig, das wahre Bedürfnis in diesen Situationen zu identifizieren. Anschließend fragst du dich, wie du das Bedürfnis wirklich stillen kannst, denn das Essen ändert nichts an unseren Emotionen oder Umständen. Erstelle eine Liste und setze sie immer öfter um, damit du deinem Gehirn beibringst, dass Essen nie die Lösung ist.

HIER gelangst du zu Teil 2 !

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Gemeinsam machen wir dich stark!

Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy

 

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