Dinge, die ich von der Essstörung gelernt habe

  • 9. März 2020

Für mich war die Essstörung lange Zeit ein Werkzeug. Mit ihr konnte ich meinen starken Drang zur Selbstzerstörung ausleben, mit ihr konnte ich mich hervorragend von den Dingen ablenken, die schlecht liefen in meinem Leben.

Sie schützte mich aber nicht nur vor negativen Emotionen, sondern hinderte mich auch daran, mich als Mensch und soziales Wesen weiterzuentwickeln.

Wie viele andere Dinge wurde mir erst später klar, dass ich nur noch funktionierte.

Ich lebte am Leben vorbei und übersah die wichtigsten Aspekte:

Die Zeit heilt keine Wunden

und es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt. Entweder, du änderst jetzt etwas oder gar nicht mehr. Warten ist schmerzhaft, warten ist der Tod. Auf etwas zu hoffen, das nicht kommt, ist eine Verschwendung und verkürzt die Zeit, in der du ein glücklicher Mensch sein kannst.

Umstände ändern sich, aber sie ändern nicht dich. Niemand kommt um dich zu retten. Trage daher Verantwortung für dich & deine Zukunft, du bist kein Spielball der Umstände!

Der beste Mentor ist meist kein Arzt oder Psychologe

sondern stinknormale Menschen, wie du und ich. Menschen, die den Sinn des Lebens erkannt haben und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Menschen, die sich wieder auf das Wesentliche besinnen und ihr Potenzial voll ausschöpfen, egal wie dunkel ihre Vergangenheit gewesen ist. Menschen, die sich auf das Positive konzentrieren und Dinge annehmen, die sie nicht ändern können.

Ein sogenannter “Life Coach” oder “Motivations-Coach” hat in mir mehr bewirkt als die nervenaufreibenden Gänge zur Psychotherapie, die Treffen in der Selbsthilfegruppe oder die AA- und Narcotics Anonymous-Meetings.

Die Probleme sind immer mit im Gepäck

bis du diese auspackst und auseinander faltest.

Für diese Erkenntnis bin ich 9.345 Kilometer (5.807 Meilen und 5.042 Seemeilen) weit gereist. In ein anderes Land, auf einen anderen Kontinent, in eine fremde Umgebung, unter fremde Menschen… aber auch mit alten Zielen (glücklich werden um jeden Preis), alten (falschen) Idealen, und DENSELBEN KERNPROBLEMEN:

  • Opferhaltung
  • Selbsthass & Zweifel
  • Verleugnung

Diese, als Selbstfindungsphase getarnte Flucht, war die perfekte Möglichkeit, alle Schutzmauern fallen zu lassen.

Und das Schlimmste: Ich wusste, dass ich auf der Flucht war!

Vor Gefühlen davon zulaufen ist langfristig nicht möglich und es tut umso mehr weh, je länger man die Konfrontation mit ihnen hinauszögert.

Das Leben ist endlich

und die meisten Menschen leben so, als sterben sie nie. Als wäre das alles nur eine Vorstufe und wir bekämen alle noch einmal eine 2. oder 3. Chance. Und dann sterben sie, als hätten sie nie gelebt. Wir opfern unsere Gesundheit für temporäre Kicks und verschwenden all unsere Energien ohne ein langfristiges Ziel zu verfolgen.

Du hast nur 1 Leben, mache das Bestmögliche daraus!

Gleiches zieht Gleiches an.

Das Gesetz der Resonanz. Solange du schlecht mit dir umgehst, wirst du immer wieder auf Menschen stoßen, die mit dir genauso umgehen werden. Du gehst giftige Beziehungen ein als Art der Selbstbestrafung, und du begibst dich bewusst in schmerzhafte Situationen, um die Opfermentalität zu wahren.

Nichts könnte falscher sein. Die Psyche des Menschen ist paradox. Wir erhoffen uns Liebe und Gesundheit in Menschen, die uns krank machen.

Diesen Teufelskreis unterbrichst du, indem du zu dir selbst findest und die Liebe und Anerkennung nicht mehr im Außen suchst. Was du dir selbst geben kannst, suche nicht in Anderen!

Ich habe von der Essstörung gelernt, wer für mein Leben wirklich wichtig ist.
Ich habe von der Essstörung gelernt, was wirklich wichtig ist für mein Leben,
und dass ich diese Dinge in mein Leben integrieren muss, weil es endlich ist und nicht nur aus Träumen, sondern Taten besteht.
Ich habe von der Essstörung gelernt, dass in jedem Tag neue Hoffnung steckt und ENTSCHEIDUNGEN mein Schicksal bestimmen (nicht die Umstände).

Noch mehr Hilfe?

 

Falls auch du noch Klarheit suchst, und bereit bist, dich mit dir selbst auseinander zu setzen, helfe ich dir gerne auf deinem Weg. Sende mir dazu einfach eine Nachricht über das Kontaktformular, oder besuche meinen Onlinekurs “deine Kampfansage” !

Mein kostenloser Ratgeber steht dir jederzeit als Download zur Verfügung.

Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy

 

 

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