Leere, Schwermut und negative Emotionen überwinden

  • 2. November 2017

Für manche von uns ist das Leben zu jeder Jahreszeit grau in grau oder oft bewölkt. Gefühle von Traurigkeit, Leere und allgemeiner Schwermut sind dominanter als die positiven Emotionen. Alles scheint im Dunkeln verborgen zu liegen und immer größer wird die Angst vor kompletter Isolation und Einsamkeit und davor, sich womöglich für den Rest des Lebens so zu fühlen. Keine Erfolgserlebnisse, keine Lichtblicke, keine Lebensaufgabe – all dies führt zu einer emotionalen Starre. Es fühlt sich nicht mehr wie leben an, sondern wie ein einziges Überleben. Du kennst das? Dann ist dieser Artikel für dich. 

Wenn dir das alles bekannt vorkommt, dann hast du höchstwahrscheinlich verlernt, dich lebendig zu fühlen. Du weißt nicht mehr, wie es sich anfühlt, am Leben zu sein. Es zieht an dir vorbei. Dann ist es höchste Zeit, etwas zu ändern und selbst Licht ins Dunkle zu bringen!

Doch zunächst einmal: Woran liegt diese Schwermütigkeit?

1. Fehlende Leidenschaft

Leidenschaft ist etwas, das uns antreibt. Eine Kraft, die uns Energie und Lebensfreude gibt. Was uns dabei antreibt, kann eine Person, ein Objekt oder eine Handlung sein. Leidenschaft bringt uns Lebenslust. Die Lust darauf, etwas aus vollem Herzen zu tun.

Wenn uns Leidenschaft in unserem Leben fehlt, dann fehlt uns auch der Antrieb für alle anderen Dinge und Aufgaben. Wir werden schnell lustlos, müde und sehen keinen Sinn mehr in unserem Leben. Wir Menschen brauchen Projekte, Ziele und Träume. Wir brauchen etwas, wofür es sich lohnt morgens aufzustehen (und das ist bei den meisten nicht die Arbeitsstelle).

Tipp: Finde mit diesen 15 Fragen heraus, welches deine Leidenschaft ist. Suche dir anschließend spannende Projekte, Literatur oder Mitstreiter, arbeite an deinen Träumen. Gib deinem Leben einen Sinn und hab Spaß dabei.

2. Angst vor Veränderungen

Veränderungen können beängstigend sein und das ist auch okay. Aber wenn wir immerzu in unserer Komfortzone bleiben und diese nicht einmal mit dem kleinen Zeh verlassen wollen, dann kann unser Leben ziemlich schnell eintönig werden. Wir können keine neuen Dinge oder Gefühle erleben, wenn wir nie etwas Neues wagen.

Wenn wir uns schwermütig und lustlos fühlen, dann kann das daran liegen, dass wir Veränderungen nicht zulassen. Leben heißt Veränderung und wenn wir uns dagegen wehren, dann fühlen wir uns irgendwann blockiert und unfrei.  Veränderungen machen uns lebendig, denn mit ihnen lernen und wachsen wir.

Tipp: Fange klein an und wage eine winzige Veränderung, die du schon lange auf der Liste hast. Mache dir bewusst, dass gar nichts Schlimmes passieren kann, gehe sie einfach an und schau was passiert. Und wenn du dann merkst, wie gut sich Veränderungen anfühlen können, wage die nächste!

3. Verlernt zu genießen und achtsam zu sein

Unsere Welt dreht sich immer schneller und schneller. Wir haben verlernt, einfach mal stehen zu bleiben und zu genießen. Wenn wir durch das Leben hetzen, alle unsere Aufgaben „schnell erledigen“  und möglichst viel in möglichst kurzer Zeit schaffen wollen, dann passiert es auch schnell, dass wir verlernen, uns auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

Einfach mal in der Gegenwart zu verweilen, ohne an die Aufgaben von morgen zu denken oder den Stress von gestern. Das können viele gar nicht mehr. Abschalten und gar nichts tun, das fühlt sich für uns wie Zeitverschwendung an. Dabei ist es genau das Gegenteil. Genießen bedeutet  das Leben zu spüren. 

Tipp: Setze dich für fünf Minuten hin und nimm dir ein Stück Schokolade. Dann steck dir die Schokolade in den Mund und versuche dich nur auf ihren Geschmack zu konzentrieren. Lass sie dir im Mund zergehen, achte auf ihre Konsistenz und wie der Geschmack sich im Laufe der Zeit verändert. Genieße sie in vollen Zügen. Genieße es so sehr, als ob dieses Stück Schokolade das letzte wäre, dass du je in deinem Leben essen darfst!

4. Gefangen in der Routine

Wer immer nur das tut, was er immer tut, bleibt auch immer nur da, wo er immer ist. Wir brauchen Veränderungen, um uns lebendig zu fühlen. Wenn wir festgefahren in unseren Routinen sind, dann gibt es sehr wenig Spielraum für Veränderungen. Wir bauen uns eine Komfortzone, in der wir unfrei sind und irgendwie nicht mehr richtig lebendig. Wir erleben keine Abenteuer mehr, weil wir so gut wie jedes große Ereignis in unserem Alltag vorhersehen können.

Tipp: Gehe gedanklich deine Routinen durch und fange an, eine nach der anderen zu verändern. Mache jeden Tag eine Kleinigkeit anders, als am Tag zuvor.

5. Gefangen im Gedankenkonstrukt

Die meisten von uns leben zu sehr in ihren Gedanken. Das heißt, sie denken zu viel nach und fühlen dabei zu wenig. Oder besser gesagt: achten sie nicht auf ihre Gefühle, weil sie zu sehr auf die Gedanken achten. Das ist schade, denn unsere Gefühle sollten eigentlich unser Leitsystem sein.

Oft haben wir Angst vor unseren Gefühlen und verdrängen sie deshalb, oder wir schalten sie aus, bevor wir sie fühlen (nicht selten mit Gedanken ans Essen, Abnehmen etc.). Manchmal verdecken wir sie auch durch andere Gefühle, wie zum Beispiel Wut. Dies ist ein Schutzmechanismus, der aber nicht langfristig funktioniert. Ohne Gefühle werden wir taub.

Tipp: Versuche dich wieder mehr zu spüren und werde dir darüber klar, dass du nicht deine Gedanken bist. Beobachte die Gedanken, analysiere sie und hinterfrage sie kritisch. Du musst nicht auf sie reagieren, sondern kannst sie einfach vorbeiziehen lassen. Spüre dann in dich hinein und benenne das Gefühl.

Tipps um wieder in Schwung zu kommen

Altlasten loswerden

Das gute alte Entrümpeln. Was erinnert dich alles an schlechtere Zeiten? Woran hängst du emotional gar nicht mehr? Lasse los! Entferne alles, was du nicht mehr benötigst, oder woran negative Erinnerungen haften. Bücher, DVDs, Fotos, Papierkram… Weg damit! Nach dem Entrümpeln wirst du dich jedes Mal wieder richtig erleichtert und befreit fühlen.

Die Umgebung verändern

Ich verlasse  zweimal im Jahr für jeweils 3-4 Wochen meine gewohnte Umgebung und lasse mich auf ein Abenteuer ein. Jedes Mal wachse ich daran und entwickle neue Persönlichkeitsanteile, mache neue Erfahrungen und lerne neue Menschen kennen. Ist es nicht toll, dass uns die Welt offen steht? Heutzutage musst du sogar gar nicht viel Geld haben, um von A nach B zu kommen und ein kleines Abenteuer zu erleben. Plattformen wie Workaway oder helpx ermöglichen es dir, Gutes zu tun und dabei die Welt kennen zu lernen. Auch immer mehr Facebook-Gruppen bieten das Prinzip „Urlaub gegen Hand“ für Menschen, die eine Auszeit benötigen, aber nicht viel Geld haben. Was gibt es da noch für Ausreden?

Möchtest du dein Zuhause nicht verlassen, kannst du deine Wohnung umdekorieren, mal die Couch verschieben, oder rauswerfen, was überflüssig ist. Ein Perspektivenwechsel wirkt wie ein kleiner Neustart.

Sich von negativen Menschen distanzieren

Lerne Nein zu sagen – es ist nicht schwer. Du musst nicht für jeden Menschen funktionieren, gerade, wenn dir an dieser Person gar nicht viel liegt. Als ich einen näheren Blick auf meinen Bekanntenkreis geworfen habe, bemerkte ich 1-2 Pessimisten, die mich nie vorwärts brachten, sondern immer nur meine Laune verschlechterten. Wozu brauche ich diese Menschen um mich? Es ging mir besser, als ich mich von denjenigen entfernt habe und mehr Kontakt zu lebensfrohen Personen aufnahm. Menschen, die selbst keine Ziele haben, können dich auch nicht inspirieren oder bei deinen Träumen unterstützen. Das Leben ist viel zu kurz um dich über andere Menschen zu ärgern!

5 Punkte auf der To-Do-Liste erledigen

Hast du auch mindestens 10 Dinge vor dir hergeschoben in letzter Zeit? Die Wand streichen, das Bild aufhängen, die Schränke aufräumen? Dann wird es Zeit, in Aktion zu treten und wenigstens 5 Dinge davon zu erledigen.

Die meisten Aufgaben werden dich vielleicht nur für eine halbe Stunde beschäftigen. Warum wehrst du dich dagegen? Tue es für dein persönliches Erfolgserlebnis und du wirst mit neuer Energie, Tatendrang und guter Laune belohnt.

Achte auf dich

Wenn du permanent dein Essen kontrollierst, oder ausschließlich Dinge ohne wirklichen Nährwert isst, zu wenig trinkst, dich nicht nach draußen begibst und die Sonne nur durch das Fenster zu Gesicht bekommst, brauchst du dich nicht wundern, wenn du völlig antriebslos bist und dich nicht aufraffen kannst, das zu tun, was du eigentlich tun willst.

Integriere jeden Tag ein paar Vitamine in Form von frischem Obst, grünen Säften oder Smoothies. Trinke genug und atme frische Luft, um keine Kopfschmerzen zu bekommen.

Tust du all das nicht, wirst du antriebslos und müde.

Arbeite an deinen Wünschen

Was wolltest du schon immer mal zu deinem Projekt machen? Willst du ein Buch veröffentlichen? Möchtest du helfen? Träumst du von einem eigenen Business? Möchtest du die Essstörung endlich loswerden?

Dann arbeite daran! Erstelle einen Aktionsplan und überlege dir genau, was du willst und welche Schritte dich dorthin bringen werden. Und dann baue diese Schritte als feste Termine in deinen Kalender ein!

Halte Kontakt zu deinen besten Freunden und Familie

Welches sind die Menschen, auf die du dich wirklich verlassen kannst? Mit denen du stundenlang reden kannst, die ehrlich zu dir sind und dir Kraft geben?

Pflege diese Freundschaften, statt dich mit irgendwelchen Bekannten abzugeben!

Auch, wenn du sie nicht regelmäßig treffen kannst, erreichst du diese Menschen über Telefon oder Chat. Lerne auch, selbst zuzuhören und ein guter Freund zu sein. Sprecht über die Themen, die dich wirklich beschäftigen und sage ihnen ehrlich was sie dir bedeuten.

Lass dich inspirieren

Hole dir jeden Tag ein bisschen Input. Ich selbst habe oft getrauert, dass ich nie ein Studium angefangen habe. Bis ich verstanden habe, dass ich mich auch so weiterbilden und inspirieren lassen kann. Alle Lehrbücher sind frei für uns zugänglich. Heutzutage haben wir es einfacher denn je, uns kostenlos (!) weiterzubilden.

Es gibt Bücher, Blogs, Hörbücher, Videos oder Podcasts. Reportagen, Facebook-Gruppen und Foren mit Menschen, die deine Interessen teilen. Beschäftige dich mit dem, was dich inspiriert und motiviert.

Sei der Mensch, der du sein willst

Du entscheidest selbst, wie und wer du sein möchtest. Jeden Tag kannst du etwas dafür tun, um deiner Wunschpersönlichkeit näher zu kommen.

Trage ausschließlich die Klamotten, in denen du dich wohl und gut fühlst. Verschwende deine Zeit nicht mit Dingen, die du eigentlich nicht magst und nicht zu deinem Wunschleben passen. Du weißt noch nicht, was dein Wunschleben ausmacht? Dann gehe einmal in dich und versuche deine Gedanken dazu aufzuschreiben.

Auch unpassende Gewohnheiten gehören dazu. Hör auf dich zu beschweren oder Schuld zu zuweisen, wenn du eigentlich glücklich sein willst. Versöhne dich mit der Vergangenheit, dir selbst und den Menschen, die dir wirklich am Herzen liegen.

Schalte einfach mal ab

Erlaube dir zu gammeln, eine komplette Serie anzusehen oder feiern zu gehen! Auch dies sind Dinge, die deine Batterien auffüllen. Du musst dir diese Momente nicht erst verdienen. Abschalten gehört zur Selbstsorge dazu!

Wir sind nicht am Leben, um ständig etwas zu vollbringen oder Leistung zu zeigen. Wir sollen auch einfach nur Spaß haben;)

Tu verdammt noch mal das, was dir Spaß macht!

Worauf wartest du?

Noch mehr Hilfe?

Sende mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular, oder besuche meinen Onlinekurs “deine Kampfansage” !
Mein kostenloser Ratgeber steht dir jederzeit als Download zur Verfügung.
Gemeinsam machen wir dich stark!

Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy

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