Motivationsstory – von Stress, Druck & Angst zu Mut

  • 6. Januar 2019

Unterwegs mit der Magersucht

Ich bin gerade von einer 1-wöchigen Adventsflussfahrt mit meiner Mutter zurück.

Ich hatte mir zuvor fest vorgenommen, auf dieser Reise ‚einfach‘ zu essen und zu genießen und die Ängste wortwörtlich über Board zu werden… sie zu ertränken oder gar nichterst mit an Board zu nehmen – haha… Es hatte überhaupt nicht geklappt, stattdessen haben mich meine Regeln und Zwänge die ganze Reise beherrscht und ich war total überfordert und kam überhaupt nicht klar mit dem Essen, sodass ich diese Reise nur zu einem Minibruchteil ‚geniessen‘ konnte und stattdessen den ganzen Tag mit meiner Essstörung und den lästigen Stimmen und Gedanken zu kämpfen hatte, ihr die Macht der Entscheidung über mein Essen überließ und mir etliche Dinge verboten habe und mir nichts gönnen konnte, auf was ich Lust gehabt hätte.

Statt zu genießen aß ich viel zu wenig,

weil es ja oft das ‚Richtige‘ gar nicht als Option gab und ich noch lieber nichts, statt etwas ‚Falsches/Ungesundes‘ aß.

Total erschöpft und wirklich am Boden zerstört kam ich wieder nach Hause und als ich deine E-Mail dann gelesen habe, schlugen deine Worte noch viel stärker auf mich ein – Ich hatte es unmittelbar zuvor auf dieser Reise erfahren/fühlen müssen:

Du sagtest, dass die Menschen davon krank werden, was sie NICHT essen und dass es genau so ungesund ist, wenn man solch einen riesen Stress und Druck hat, sich gesund zu ernähren. Genau das ist mir auf dieser Reise so knallhart passiert – ich war dauergestresst und total erschöpft und wirklich tiefst traurig und unglücklich.

Und das als ‚Preis‘ für eine ‚gesunde Ernährung‘.

Ich habe mich so schlecht gefühlt wie schon lange nicht mehr, dieses Gefängnis und keinerlei Genuss. Keinerlei Lebensqualität, geschweige denn Lebensfreude. Und Hunger, ständig Hunger, weil ich nicht genügend ‚Richtiges‘ zu essen ‚fand‘. Was für ein ‚Leben‘.

Und auch wenn diese Reise eine richtige Erschütterung für mich war, bin ich inzwischen auch wieder froh um diese Erfahrung, weil sie mir eben nochmals so deutlich aufgezeigt hat und 1:1 spüren ließ, dass mich diese ‚Ernährungsweise‘, Regeln, Verbote und Verzichte, Ängste etc. – oder einfach ausgedrückt einfach diese sch….. Essstörung krank macht! Krank und vor allem todunglücklich, weil sowas nichts, aber auch gar nichts mit Lebensqualität/-Freude zu tun hat – täglich mit dem Kopf zu essen/entscheiden, während der Körper etwas anderes verlangt; auf dem Weihnachtsmarkt an allen duftenden Ständen vorbeilaufen und sich nichts davon gönnen, weil es ja am Abend noch Dessert gibt, Fisch essen statt Fleisch, das Veggie-Menu statt Fleisch oder Fisch, obwohl mich an diesem Tag das andere mehr gelüstet hätte, aber das Verhältnis ja dann nicht mehr stimmt. Dinge gar nicht essen können, weil mich gewisse Inhaltsstoffe ja vergiften könnten, blablablaaa.

DAS macht mich krank!

Und genau das, was mir widerfahren ist, hast du mir mit deiner Antwort bestätigt. Der Stress, Druck, die Angst, die Verbote – was ich nicht esse, macht mich ungesünder und kränker und hält mich vom Leben fern. Und ich will endlich mit dem Leben beginnen!

Leben statt überleben.

Und Deine Gründe, die Du mir noch beschrieben hast, haben mir wirklich zusätzlich nochmals Vertrauen und Motivation gegeben, um den Kampf aufzunehmen und Frieden zu schließen mit dem Essen und wieder zu lernen, auf meinen Körper zu hören und ihm die Entscheidung zu überlassen und zu vertrauen, dass ER weiß, was gut/’gesund‘ für mich ist. Und dass zu einem gesunden Essen/Leben der Genuss so viel wichtiger ist.

 

Also Danke Dir nochmals vielmals für deine unterstützenden Worte! Dies habe ich glaube ich gerade noch gebraucht, um mich wirklich zu trauen. Und seit langem habe ich nun die letzten Tage immer mal wieder auf meine Gelüste eingehen können – auch wenn die ES-Stimmen z.T. dann noch sehr laut waren/sind. Aber dann erinnere ich mich wieder an die Reise zurück und wie schlecht ich mich dort fühlte und es nichts Schmerzhafteres/Ungesünderes geben kann. Und zusammen mit deinen ermutigenden Worten schaffe ich es derzeit immer besser, um diesen Stimmen den Ausgang zu zeigen^^ Danke dir vielmals Dani!! Es ist solch ein Segen, Dich gefunden zu haben und kennen lernen zu dürfen!

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Gemeinsam machen wir dich stark!

Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy

1 Comment on Motivationsstory – von Stress, Druck & Angst zu Mut

  • waidlerbua says:
    12. Januar 2019 at 11:14

    Die einleitung von dem bericht kommt mir so bekannt vor ! ! ! In einem fremden umfeld bin ich jedesmal völlig überfordert. Zu hause habe ich meine festen strukturen, meine routine und auch rituale; hier in meiner „komfortzone“ kann ich die ES völlig ausleben. Wenn ich wieder mal in einer anderen umgebung bin (berufsbedingt oder gesundheitsbedingt), dann endet das bei mir jedesmal katastrophal (essenstechnisch). Umso mehr freut es mich natürlich, daß bei dir diese reise „der auslöser“ wurde um dieser spirale der ES zu entkommen. Für den weiteren weg wünsche ich dir alles gute.

    Antworten

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