Neustart ohne Essstörung! (2. Teil) Inneren Zustand verändern

  • 31. März 2019

Wäre es nicht großartig, wenn du selbst über deine Gefühlswelt bestimmen könntest? Wie würde sich dein Leben und dein Essverhalten verändern? In meinem heutigen Blogbeitrag lernst du von mir die drei Elemente, die deinen Gefühlszustand ausmachen und vor allem, wie du sie innerhalb von Sekunden für dich nutzen kannst, um direkt deine Gefühlswelt positiv zu beeinflussen. Die Erkenntnis, die ich heute mit dir teile, hat die Macht, alles in deinem Leben zu verändern.

Du hast die Kraft

Es ist möglich mit deinem bewussten Verstand, deinen inneren Zustand zu verändern. Ich finde das ist eine unglaublich kraftvolle Fähigkeit. Ich selber genieße es sehr, dass ich meinen Zustand selber beeinflussen kann. Also proaktiv entscheiden kann, wie ich mich in jedem Moment fühlen möchte.

Ich möchte dir nun die drei Elemente vorstellen.

Der Fokus.

Also das worauf du dich fokussierst. Das woran du proaktiv denkst. Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass es Menschen gibt, die ständig alles gut und positiv in ihrem Leben sehen und die dann auch ständig Glück zu haben scheinen. Und genauso scheint es Menschen zu geben, die alles Schlechte im Leben sehen und dies dann auch förmlich anziehen. Du selbst kannst entscheiden, was du sehen möchtest. Dien Gehirn kann ohnehin nur einen Bruchteil von allen Informationen verarbeiten, die du tagtäglich wahrnimmst.

Jeder von uns hat also eine Art Brille auf und niemand sieht die Realität so wie sie wirklich ist. Wir sehen das, was wir entscheiden zu sehen. Ob wir das bewusst oder unbewusst tun, das ist uns selbst überlassen. Die meisten Menschen tun es unbewusst und fokussieren sich auf das, worauf sie jahrelang konditioniert wurden. Du kannst ab heute bewusst entscheiden worauf du dich fokussieren möchtest.

Du kannst sogar intensivieren, worauf du dich fokussieren möchtest. Das ist eine Mentalübung, die ich auch immer wieder anwende. Wenn ich eine positive Erfahrung intensivieren möchte, dann mache ich folgendes: Ich stelle mir vor, wie das Bild von der positiven Erfahrung/Situation schärfer wird, wie die Farbe intensiver wird, das Bild grösser wird, wie es näher heran kommt. Das sind Techniken aus dem NLP-Bereich (neurolinguistisches programmieren). Das hat mit der Beeinflussung deines Gehirns zu tun. Du wendest es an, wenn du eine Erfahrung intensiver machen möchtest.

Zum Beispiel entscheidest du dich heute eines deiner bisherigen verbotenen Lebensmittel zu essen. Du traust dich ein Stück von deinem Lieblingskuchen zu essen und es tatsächlich auch zu genießen.

Nun kannst du diese positive Erfahrung es geschafft zu haben intensivieren, indem du dein Bild von dir am Küchentisch mit dem Stück Kuchen in deinen Gedanken grösser machst, es strahlen lässt, die Farben intensiver machst. Du kannst die positiven Gefühle, die du hast, es geschafft zu haben stärker machen. Du kannst dir selber Fragen stellen oder Dinge sagen: Ist das nicht unglaublich toll, über meine Komfortzone hinaus gegangen zu sein?!

Die Fähigkeit, den Fokus gezielt einzusetzen, kannst du sowohl positiv als auch negativ nutzen. Du nutzt es negativ, wenn du dich auf den Mangel fokussierst. Es gibt dazu ein schönes Sprichwort von Tony Robbins:

What`s wrong is always available. But so is what`s right.

Also das was falsch ist, ist immer verfügbar und genauso ist auch das Verfügbar was richtig ist. Positiv nutzt du diese Fähigkeit, indem du dankbar bist oder indem du deinen Fokus auf deine Ziele lenkst. Auf das was du im Leben erreichen willst. Was es für dich bedeuten würde frei von der Essstörung zu sein, dich nicht mehr vom Essen und deinen Drängen kontrollieren zu lassen. Genauso kannst du den Fokus auf die Fülle lenken. Zum Beispiel kannst du dir deine Zukunft ohne Essstörung vorstellen. Diese Bilder von dir in deiner Gedankenwelt entstehen lassen. Mache diese Bilder strahlend und intensiv. Probiere es aus. Automatisch wirst du dich positiver fühlen. Das sind alles Gedankentechniken. Vielleicht denkst du jetzt: Jasmin, du bist verrückt, wie du dein Gehirn benutzt!

Ich sage in meinen Coachings oft:

Ich bin gerne verrückt, solange ich mein Leben in der Hand habe und solange ich selber bestimme, in welche Richtung sich mein Leben entwickelt.

Das ist definitiv eine Technik, die dir weiter helfen wird. Das bedeutet, dass in deinem Leben immer beide Seiten da sind. Das was da ist, als auch das was fehlt. Du kannst aber entscheiden worauf du dich fokussierst. Das worauf du dich fokussierst, davon bekommst du mehr in deinem Leben. Denn dein Gehirn ist darauf programmiert, immer wieder nach dieser Fülle zu suchen, nach den positiven Dingen und Erfahrungen. Fokussiere dich auf das, was dir hilft dein Leben nach deinen Vorstellungen zu leben.

Die Bedeutung, die du den Dingen gibst und die Gespräche, die du mit dir selbst führst.

Vielleicht denkst und sprichst du oftmals negativ über dich selbst. Vielleicht bewertest du auch viele Dinge in deinem Leben negativ. Du brauchst dich jetzt deswegen nicht schlecht zu fühlen. Ich kenne genau dies auch sehr gut aus meiner Vergangenheit und natürlich passiert es mir auch heute manchmal noch, dass ich negativ mit mir selber spreche. Du hast jedoch, genau wie ich, jederzeit die Möglichkeit selbst zu entscheiden mit welcher Stimme du zu dir selbst sprichst, wie du dich selbst bewertest und welche Stimme du als wahr anerkennst (mehr zum Thema Gedankenmüll findest du in meinem eBook oder in der kostenlosen Infobroschüre https://hilfe-bulimie.ch ). Sprich mit dir selbst wie mit deiner besten Freundin. Erzähle dir selbst ermutigende Dinge, die dich weiterbringen. Sprich auch mit einer positiven Stimmlage. Du kannst selbst entscheiden, was du dir in deiner Gedankenwelt erzählst. Sobald du dies positiv tust, fängt alles an sich zu verändern.

Du entscheidest wie du dein Leben wahrnehmen möchtest und welche Bedeutung du den Dingen gibst. Es ist mehrfach bewiesen, dass die Dinge, die wir uns selbst sagen, beeinflussen wie wir uns fühlen. Kreiere neue Glaubenssätze, dann kreieren die neuen Glaubenssätze dich!

Heute weiss ich, dass ich durch das Verändern und konstante Arbeiten an meiner Denkweise im Stande war, mich besser zu fühlen. So konnte ich die Selbstsabotage stoppen und durch den beängstigenden Genesungsprozess gehen.

Deine Physiologie.

Dazu zählen verschiedene Dinge. Zum einen deine Körperhaltung. Also wie du stehst und wie du dich bewegst. Vielleicht fühlst du dich unsicher beim essen eines deiner fear foods und machst dich unbewusst klein. Statt dessen könntest du aufrecht stehen, selbstsicher und voller Vertrauen den Gang mit bewusster Körperspannung zum Kühlschrank machen.

Dazu zählt auch deine Atmung. Atmest du tief in den Bauch, voller Vertrauen oder hast du eine flache und angespannte Atmung? Nimm zum Beispiel drei tiefe Atemzüge bevor du voller Zuversicht in ein Stück Kuchen beißt.

Dann dein Gesichtsausdruck. Auch dieser hat einen Einfluss auf deinen Gefühlszustand. Mache dazu gerne ein Experiment. Stelle dich breitbeinig hin, voller Selbstvertrauen und grinse über dein gesamtes Gesicht. Du wirst feststellen, dass in diesem Moment sich deine Gefühlswelt verändert. Der Grund dafür ist folgender: Dein Unterbewusstsein hat über Jahre einprogrammiert, dass Lachen bedeutet, dass du glücklich bist. Wenn du also lachst, werden automatisch Hormone in deinem Körper freigesetzt, die dich glücklich machen. Genau das Gleiche geschieht, wenn du selbstbewusst, mit einer guten Körperspannung dastehst.

Wenn du in deinem Körper fühlst, dass du herausfordernde Dinge in der Genesung der Essstörung schaffst, dies in jeder Zelle deines Körpers spürst, setzt dies eine unglaubliche Energie frei! Ich bin mir ganz sicher, dass wenn du diese drei Dinge aktiv übst, dass sich dein komplettes Leben verändern kann. Und du auf einmal merkst:

Ich habe es in der Hand! Ich entscheide wie ich mein Leben erfahre, ich entscheide wie ich mich fühle!

Du kannst mir glauben, das ist eine der tollsten Erfahrung, die du machen kannst. Diese Selbstwirksamkeit hilft dir dich mit voller Kraft gegen die Essstörung zur Wehr zu setzen. Übernimm Kontrolle für dein eigenes Leben und schreibe mir gerne welche Erfahrungen du mit diesen drei Elementen machst.

Alles Liebe, Jasmin (Recoverycoach bei Recoverybuddy & Hilfe-Bulimie)

jasmin@hilfe-bulimie.ch

Noch mehr Hilfe?

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Gemeinsam machen wir dich stark!

Bis bald,

deine Dani von Recoverybuddy

1 Comment on Neustart ohne Essstörung! (2. Teil) Inneren Zustand verändern

  • waidlerbua says:
    1. April 2019 at 9:24

    Vor allem einem punkt stimme ich in vollem umfang zu -> eine positive einstellung halte ich für absolut essentiell im kampf gegen die ES (triftt natürlich auch auf andere lebenslagen zu). Natürlich macht eine positive einstellung die sache nicht wirklich leichter, aber auf jeden fall „erträglicher“. Und ebenso wichtig ist es, seinen fokus nicht aus den augen zu verlieren 🙂

    Antworten

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