Warum du bis zu 3000 Kalorien essen solltest, um zu genesen – auch, wenn du nicht untergewichtig bist.

  • 26. Juli 2016

Wahrscheinlich hast du so wie ich die Erfahrung gemacht, dass du bereits bei etwa 1400-1500 Kalorien pro Tag langsam, aber stetig an Gewicht zunimmst. Dort lag in etwa der Bedarf in der Reha-Klinik, um mich auf ein gesundes Gewicht zu bringen. Dass der Stoffwechsel verlangsamt während einer Hungerperiode, sodass man bereits bei einer normalen Kalorienzufuhr zunimmt, ist oft Thema bei Magersüchtigen, aber auch Bulimie erkrankten. Man spricht von einem Hungerstoffwechsel. Warum du dennoch über deinen Bedarf essen solltest, möchte ich dir erklären.

Nur, wenn du anfängst mehr zu essen, erhöht sich dein Stoffwechsel wieder, sodass du aus dem Hungerstoffwechsel rauskommst. Ich stütze mich hier auf die sogenannte Minnie Maud Methode.
Diese besagt nämlich, dass ein Mindest-Bedarf von 2500 Kcal angemessen ist, um deinen Körper mit allen Funktionen wiederherzustellen. Natürlich klingt dies erst einmal furchteinflößend und unüberwindbar. Natürlich! Denn Kalorien waren der Feind, und wie so viele befürchtete auch ich, wieder “fett” zu werden. Doch sowohl aus eigener Erfahrung, als auch aus Erfahrungen meiner Klienten kann ich anderes bestätigen. Es haben sich mit der Zeit immer wieder 2 Muster im Menschen widergespiegelt, die sich für eine erhöhte Kalorienzufuhr entschieden haben:

  1. Diejenigen, die durch die erhöhte Kalorienaufnahme enorme Energien und Kräfte gewonnen haben und diese nach ihrer Genesung in einem gesunden Ausmaß (!) in Form von Aktivitäten und Sport ausleben konnten. Diese Menschen haben weiterhin etwa die Menge an Kalorien beibehalten und halten ihr Gewicht, ohne darauf achten zu müssen. Sie haben ihren Körper in eine Verbrennungsmaschine gewandelt mit der es relativ schwierig ist, zu zunehmen.
  2. Diejenigen, die nach Ihrer Genesung langsam und von allein – also intuitiv- ihre Essensmengen reduziert haben, weil sich ihr Hunger- und Sättigungsgefühl wieder relativiert hat und ein dauerhaftes Überessen unmöglich scheint. Diese Menschen führen einen weniger aktiven Lebensstil und verspüren etwas mehr Hunger, wenn sie Sport getrieben haben. Zu diesen Menschen gehöre ich zum Beispiel. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange derjenige bereits ein gestörtes Verhältnis zum Essen hatte.

WICHTIG aber für alle Beteiligten war: Es durfte nicht wieder restriktiert werden! Sobald eine erneute die Diät oder eine Fastenperiode eingeführt wird, ist die Gefahr, Essattacken zu erleiden extrem hoch, da der Körper nun die hohe Menge an Kalorien gewohnt ist und sich mit dieser Menge gut gefühlt hat. Er setzt in der Diät wieder alles daran, seine Energie zu bekommen, die er auch gewohnt war zu bekommen. Es beginnt ein Teufelskreis, der dich ggfs noch Jahre in der Essstörung gefangen halten kann. Hätte ich in jungen Jahren von der Minnie Maud gewusst, hätte ich mir wahrscheinlich 10 Jahre Hölle ersparen können.

Deshalb: Mache bitte nicht denselben Fehler wie ich damals. Ich war so erschrocken darüber, dass ich bereits mit kleinsten Erhöhungen meines Kalorienbedarfs zunahm, dass ich mich zu Hause wieder auf ein Minimum beschränkte. FATAL!

Sehe es so: Im Grunde bleibt dir nichts anderes übrig, als diese Methode anzuwenden. Viele denken, dass eine moderate Kalorienzufuhr die Lösung des Problems sei. Doch sie bedenken nicht, dass Ihnen der Extremhunger frühzeitig einen Strich durch die Rechnung machen wird. Sie erleiden Essattacken, fühlen sich anschließend schuldig und versuchen wieder unterkalorisch zu essen, oder die aufgenommenen Mengen über andere Arten zu kompensieren.
Genau dieses Verhalten führt zu Übergewicht und lässt den Menschen auch dick bleiben! Restriktion führt auf lange Sicht immer zu mehr Kilos – egal, wie du es drehst. Obendrein wird das Problem der Essstörung nicht beiseitigt und bleibt weiterhin in Form einer Essen-nicht-essen-Kette bestehen. Sei gewarnt…

Minnie Maud hat sich bewährt, viele Ex-Leidende, Blogger und Youtuber konnten auf diese Wereise genesen. Auch für mich war diese Methode neben der mentalen Arbeit der entscheidende Auslöser.
Diese Zeit ist nicht einfach, aber es lohnt sich.

Sicher fragst du dich auch, wie lange das Ganze Prozedere dauern wird. Dazu kann ich nur sagen: Jeder ist individuell! Wenn es 8 Monate dauert, oder 10 oder über ein Jahr. Dann lasse es andauern! Bedenke, was für ein enormes Defizit wieder ausgeglichen werden muss, damit du genesen kannst. Gib deinem Körper alle Zeit, die er braucht und du wirst dich bald nicht mehr Sorgen müssen. Durch den Extremhunger, der automatisch entsteht, sobald du deinem Körper wieder mehr gibst, fühlst du dich anfangs wie ein kleines, verfressendes Monster. Damit bist du nicht allein. Vertraue darauf, dass sich deine Sättigung von alleine wieder regeln wird und du deine eigene Balance findest. Eine Diät ist keine Option mehr! Es hat bei anderen geklappt, es hat bei mir geklappt, also wird es auch für dich funktionieren!

Natürlich empfehle ich diese Richtlinien nicht bei kritischem Untergewicht! Bitte spreche mit deinem Arzt (nach einer Reha oder Sondentherapie) über deine Pläne. Ein Refeeding-Syndrom muss ausgeschlossen werden, sonst kann die abrupte Kalorienerhöhung tödlich sein!

Wie du außerdem mit der resultierenden Gewichtszunahme umgehst, erfährst du im nächsten Blog-Artikel! Die 8 Schritte raus aus der Essstörung stehen dir jederzeit zum Download bereit! Besuche auch Onlinekurs “deine Kampfansage” !

Gemeinsam machen wir dich stark!

deine Dani von Recoverybuddy

DEIN BUDDY, Dani

23 Comments on Warum du bis zu 3000 Kalorien essen solltest, um zu genesen – auch, wenn du nicht untergewichtig bist.

  • Pingback: Larissa's Weg aus der Magersucht - RecoveryBuddy

  • Ronja says:
    9. März 2018 at 9:24

    Hallo liebe Dani!

    erst einmal (ich weiss nämlich nicht ob ich es bereits gesagt hatte) einen großen Dank an deinen wunderbaren, guttuuenden Blog,- mit allen weiteren involvierten Personen, die ihre Geschichte, Sorgen, Ängste und verborgenen Gefühle puplizieren und damit wahrscheinlich einer Menge menschen auf diesem Weg ein gefühl der gemeinsamkeit und Hoffnung auf Veränderung geben! Mir zumindest geht es so!
    Ich wollte mit der Minnie Maud anfangen, ich hab allerdings ein paar Fragen, würde mich über Antwort freuen:
    Ich spüre dass es mir schwer fällt mir zur ungewissen Zunahme bedingungslose Erlaubnis zu geben- ist es dann überhaupt die richtige entscheidung die MM anzufangen? (Allerdings weiss nich nicht, wann da jemals ne erlaubnis kommt, wenn ich es nicht einfach praktisch mache…weisst du was ich meine?)
    die andere große Frage ist: was mach ich mit den allzu häufigen Situationen in denen ich Essen will, obwohl ich keinen Hunger habe? also kein FA- Druck, aber eine grundsätzliche Esslust? Ich spüre selber dass mich das Essen nicht befreidigt wenn ich kein Hunger hab, weil ich dann auch keine Sättigung habe, aber meine Gedanken rotieren trotzdem um Essen…das nervt mich, weil mein Kopf davon permanent besetzt ist und ich mich wenig konzentrieren kann auf anderes.
    (Kurz zu mir: ich hatte Magersucht 15 Jahre, dann hat die Bingephase angefangen- Verbote sind immernoch im Kopf und der Grund warum ich die MM anfangen wollte. gewicht ist im „Normalbereich“) Danke schonmal fürs lesen! Liebe Grüße, Ronja

    Antworten

    • Annalena says:
      19. Dezember 2018 at 18:50

      hey;)

      Kurze Info: Ich habe seit 2 Jahren eine anorektische Bulimie, liege im Normalgewicht und wurde vor 3 Wochen aus einer tiefenpsychologischen Klinik entlassen.

      Ich stelle mir seit paar Tagen auch ständig die Frage, ob ich weiter essen soll oder überhaupt etwas essen soll, wenn ich keinen Essdruck oder Hunger spüre. Seit 1 Woche erlaube ich mir jegliches Essen ohne Kalorien zu zählen etc. Allerdings liege ich oft abends im Bett und habe das Gefühl gleich zu platzen. Ich weiß nicht ob ich mich dann wieder zurückhalten soll, obwohl ich das Verlangen nach mehr habe oder es einfach laufen lassen soll. Ich versuche mich nach dem HCLF Konzept zu ernähren… Nur irgendwie habe ich zum Beispiel so Lust auf Nudeln(500g Pck. ist schnell geleert) und Nüsse(letztens 3 Pck. gegessen). Da stellt sich mir natürlich wieder die Frage: Bin ich einfach zu undiszipliniert oder braucht mein Körper gerade die Nährstoffe aus den Nüssen und Nudeln?
      Vielleicht kennst du das ja von dir selber und kannst mir deine Erfahrungen damit verraten 😉

      Liebe Grüße
      Annalena

      Antworten

      • Daniela Convertini says:
        20. Dezember 2018 at 13:35

        Hallo Liebe Annalena,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Was du erlebst, ist völlig normal. Der High-Carb-Ansatz ist kein Heilmittel für die Essstörung. Um das Sättigungsgefühl wieder zurück zu erlangen, spielt vor allem das Zusammenspiel von komplexen Kohlenhydraten und Eiweißen (!!!) eine Rolle. Letztere fehlen bei dir und daher kanns´sich dein Sättigunghormon viel mühsamer regulieren. Einen ausführlichen Artikel dazu mit meinen eigenen Erfahrungen findest du hier: https://recoverybuddy.de/saettigungsgefuehl-zurueck-bekommen-so-gehts/

        Ich hoffe, die Information hilft!
        Viel Kraft weiterhin & herzliche Grüße,

        Daniela

        Antworten

  • Daniela Convertini says:
    10. März 2018 at 15:37

    Hallo liebe Ronja,

    wieder einmal vielen Dank für deine lieben Worte <3 Es freut mich sehr, dass dir dieser Blog Hoffnung und die nötige Motivation schenkt!

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass du einen anderen Ansatz benötigst. Nicht für jeden ist die MM geeignet, schon gar nicht, wenn du von Anfang an mit negativen Gefühlen, Angst und Zweifeln an die Sache gehst. Du solltest genug Vertrauen in dich selbst und deine Fähigkeiten mitbringen und vor allem parallel eine mentale Unterstützung in Form einer ambulanten Psychotherapie oder Gesprächstherapie haben, damit du die Emotionsregulierung lernst innerhalb des Genesungsprozesses.

    Du könntest anfangen, eine grobe Struktur in dein Essverhalten zu bringen und experimentieren mit deinem Hunger- und Sättigungsgefühl und den verschiedenen Nahrungsmitteln.

    Wichtig wäre also erst einmal durchgehend ausreichend zu essen. Daran könnten wir gemeinsam mit Hilfe eines Essplans arbeiten. Ich biete die Erstellung individueller Pläne auch hier auf meiner Seite an unter: https://www.recoverybuddy.de/coaching/ .

    Gib mir einfach Bescheid, wenn du dich darauf einlassen möchtest!Ich stehe dir dann mit Rat und Tat beiseite:)

    Herzliche Grüße, Daniela

    Antworten

  • Denise Kilian says:
    28. November 2018 at 14:54

    Liebe Dani,

    ich hoffe sehr auf eine Antwort, ohne zu wissen, was ich fragen will…
    Ich bin 26, habe mich heute nach etwa 5 Jahren das erste mal wieder gewogen, warum auch immer…es geht mir momentan eher schlecht, ich wurdemagersüchtig mit 16 und hatte Höhen und Tiefen, so ein Tief jedoch lange nicht mehr. Ich wog ca. 54.5kg auf 1.68, schaffe um Durschnitt 1215 kcal und da mein Partner mich manchmal wiegt weiss ich, dass ich nicht abgenommen habe. Ich mache 4 mal die Woche schweres Krafttraining. Ich bin endgültig verzweifelt, ich müsste viel mehr essen können und nehme bei nur 1400 kcal schon zu. Ich kämpfe seid Januar um eine neue Therapie, hatte eine mit 17 bis 21 und 2 Ernährungsberatungen, aber ich habe keinen Bezug mehr inzwischen, da der Sport seitdem dazu gekommen ist. Ich war mal bei 1800 und hatte dann ein Down und hatte viel mehr abgenommen als Jetzt. Ich fühle mich als wäre ich jetzt schon zu alt um je wieder mehr essen zu können, da ich weiss, dass der Stoffwechsel bzw. der Bedarf mit dem Alter abnimmt. Ich drehe durch, denke immer öfter an Suizid, aber bekomme keine Hilfe. Ich finde keinen Therapeuten, nur eine private hat sich bereit erklärt in meinem Zustand noch mit mir zu arbeiten, aber die KK hat trotz gut 20 gesammelten Absagen aufgrund fehlender Kapazitäten und etwa 4 Ablehnungen (PTV Formular heisst das glaube ich, aber insgesamt war ich sogar bei 9 die abgelehnt haben und das weiss die KK auch) abgelehnt, auch auf den Wiederspruch und eine Klage stehe ich nicht mehr durch. Kliniken lehnen auch ab weil ich nicht zu dünn bin und sie alle voll ausgelastet sind.
    Ich will nur mehr essen, aber ich habe keine Kraft mehr, zu viel Angst, schaffe es nicht allein genug zu „wollen“, um auch meine Ideale loszulassen und mich mit mir zu beschäftigen. Ich nehme Psychopharmaka, aber natürlich helfen sie bestenfalls nicht komplett abzudriften. Nach dem Wiegen habe ich mir „Ende“ ins Bein geritzt und mich dann stark zerschnitten.
    Hast du Tipps, Worte, Hoffnung? Ich will meinem Körper vertrauen, aber ich kenne mich nicht mehr, ich bin kraftlos. Morgen fliege ich nach Nee York und würde am liebsten direkt in die Notaufnahme und nicht in diesen Urlaub müssen, aber es ist ein Geschenk meines Freundes und ich will ihm das nicht antun und fürchte ihn dann zu verlieren. Ich habe keine Freude mehr in mir, ich weiss nicht mehr wie ich diesem „Körper“ vertrauen soll.
    Was würdest du tun, insgesamt?

    Liebe Grüße,

    Denise

    Antworten

    • Daniela Convertini says:
      29. November 2018 at 12:18

      Hallo liebe Denise,

      vielen Dank für deine Offenheit. Dein Stoffwechsel ist eingeschlafen, daher solltest du das Doppelte essen und ihn somit wieder aus dem Hungermodus holen. Am besten im Rahmen eines stationären Klinikaufenthaltes, wo du die Kontrolle über dein Ess- und Bewegungsverhalten abgibst. Akut kannst du dich auch im städtischen Klinikum aufnehmen lassen, bis ein Reha-Platz für dich frei wird. Bitte sorge für dich <3
      Viel Kraft & herzliche Grüße,
      Daniela

      Antworten

      • Denise Kilian says:
        1. Dezember 2018 at 4:52

        Liebe Dani,

        ganz ganz vielen Dank für deine Antwort, es tut unglaublich gut zu lesen, dass du nicht wie die meisten das Credo „kein Untergewicht keine Klinik“ fährst. Man fühlt sich da so verdammt nicht ernst genommen.
        Ich denke ich sollte das versuchen…habe aber inzwischen Bedenken, ob das klappt, da die Warteplätze der Kliniken die nicht gleich abgelehnt haben immer so bei 6 Monate plus lag.😢 Darf ich daher noch fragen – da du ja auch ErnährungBeraterin bist – ob ich direkt verdoppeln sollte oder in kleinen Schritten? In den Beratungen die ich hatte hiess es nämlich immer in 100 kcal Schritten alle 2 3 Wochen, weil man dann den Stoffwechsel ankurbelt aber insgesamt weniger zunimmt und die Organe weniger belastet. Das war daher bisher so meine Strategie im Alleingang, allerdings habe ich bei dir nun öfter gelesen insgesamt ist Hauruck besser, weil der Stoffwechsel schneller anläuft und man durch das langsame steigern eigentlich nur dicker wird, die Psyche länger quält. Ist das nach deinem Verständnis richtig, wie ich das verstanden habe? Zurück in Deutschland werde ich mir dein Programm zulegen und es nochmal allein versuchen, da ich auch grad meine Masterthesis schreibe und das Thema eigentlich liebe und hoffe, daraus auch den Willen zurückzugewinnen.

        Ganz liebe Grüße aus New York,

        Denise

        Antworten

        • Daniela Convertini says:
          3. Dezember 2018 at 8:52

          Hallo liebe Denise,

          grundsätzlich wird wie folgt gesteigert:

          wöchentlich um 500 kcal oder alle 2 Tage um 200 kcal.

          Voraussetzung ist, dass deine Blutwerte ok sind und das Refeeding-Syndrom ausgeschlossen wird.

          Alles Gute für dich!
          Herzliche Grüße,

          Daniela

          Antworten

  • Anna-Lena Salge says:
    2. Dezember 2018 at 17:26

    Hallo 🙂
    Ich bin ich Bereich des Normalgewichtes habe den aber mit niedriger Kalorienzufuhr erreicht.
    Also immer noch große Angst vor vielen Lebensmitteln und loszulassen. In meinem Körper fühle ich mich so oder so nicht wohl.

    Macht es bei meinem Gewicht trotzdem noch Sinn mit Mm anzufangen? Um die Angst los zu werden?

    LG

    Antworten

    • Daniela Convertini says:
      2. Dezember 2018 at 18:15

      Hallo liebe Anna-Lena,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Das Startgewicht ist nicht relevant, da es hierbei um die Regulierung von Hunger und Sättigung geht und natürlich auch um die Ängste loszulassen. Auch ich habe erst im Normalgewicht angefangen, ausreichend zu essen. Es lohnt sich!
      Wie du nach und nach deine angstbesetzten Nahrungsmittel integrierst, kannst du hier lesen:
      https://recoverybuddy.de/triggernde-lebensmittel-essen/

      Ich hoffe, die Information hilft!
      Herzliche Grüße,
      Daniela

      Antworten

  • Ronja says:
    30. Dezember 2018 at 16:03

    Vielen Dank für diesen guten Post!❤️
    Ich hätte da noch eine Frage… Wie sieht’s mit Minimaud im (beinahe) Normalgewicht aus? Wie viel nimmt man da etwa zu..? Und muss man es, wenn man MM mal begonnen hat, unbedingt durchziehen oder ist es auch okay (sobald man ein gesundes Gewicht erreicht hat) aufzuhören und von z.B 3000kcal auf 2000kcal umzusteigen..? Oder muss man warten, bis der Körper bei 3000kcal aufhört zuzunehmen?🙈❤️

    Antworten

    • Daniela Convertini says:
      5. Januar 2019 at 12:49

      Hallo liebe Ronja, vielen Dank für deinen Kommentar!
      Dein Startgewicht ist bei der MM belanglos. Ziel ist, das eingeschränkte Denkmuster zu beseitigen und dir selbst wieder bedingungslose Erlaubnis zu geben zu essen.

      Du ziehst es so lange durch, bis du dein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl wiederhergestellt hast und wieder intuitiv essen kannst. Wie hoch die Kcal-Zahl ist, interessiert dich dann hoffentlich nicht mehr;) Wie viel du dabei zunimmst, kann dir keiner sagen. Meine Erfahrungen (Startgewicht im NG) kannst du in folgendem Blogartikel nachlesen: https://recoverybuddy.de/realistische-gewichtszunahme-nach-der-essstoerung/

      Ich hoffe, die Information hilft!
      Herzliche Grüße, Daniela

      Antworten

  • Katja S. says:
    24. April 2019 at 17:13

    Hallo liebe Daniela!

    Auch bei mir geht es darum, nach der Magersucht eine MM anzufangen oder nicht.
    Vor genau einem Jahr war ich am tiefsten Punkt meines Gewichtes angelangt und habe seitdem 9 KG zugenommen, sodass mein derzeitiger BMI bei 19.2 liegt.
    Jedoch verbiete ich mir immer noch Lebensmittel (bei einer durchschnittlichen Tagesbilanz von etwa 2400 kcal).
    Außerdem ist bei mir als Folge geblieben, dass ich nur abends ab 21.30 Uhr vor del Fernseher in etwa 1700 kcal in moch „hineinfresse“. Wie soll es auch anders sein, sind es jeden Tag die selben Lebensmittel.
    Bin seit einem Jahr in psychologischer Betreuung und bin vom vereinbarten Zielgewicht noch ca. 4 KG entfernt.

    JEDOCH muss man dazu sagen, dass sich seit einem Jahr meine Blutwerte nicht gebessert haben und ich somit im Moment keine Kinder bekommen könnte…:(
    (Bin derzeit 17 Jahre alt)

    Denken Sie, dass eine MM in meinem Fall sinnvoll ist?

    Ganz ganz liebe Grüße
    Katja S.

    Antworten

    • Daniela Convertini says:
      26. April 2019 at 14:34

      Hallo liebe Katja,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Für dich wäre wichtig, wieder ein regelmäßiges Essverhalten aufzubauen. Das (Fr)essen am Abend ist riskant und kann als Gewohnheit später einfach „hängenbleiben“. Für mich war es der Schlüssel, bereits bis 12 Uhr mittags die ersten 1000 kcal intus zu haben und bis 18 Uhr abends weitere 1000 kcal.

      Wenn du möchtest, erstelle ich dir einen persönlichen Essplan nach deinen Wünschen mit einer großzügigen Austauschliste und Steigerungsmöglichkeiten. Das Angebot dazu findest du hier unter Coaching: https://www.recoverybuddy.de/coaching/

      Ich hoffe, die Information hilft!
      Herzliche Grüße,
      Daniela

      Antworten

      • Larissa says:
        28. Juni 2019 at 16:46

        Hey,
        Ich versuche schon seit 2 Monaten oder so MM zu machen. Ich möchte mein Stoffwechsel ankurbeln und dann irgendwann viel essen können ohne schnell und viel zuzunehmen. Ich hatte vor einem Jahr meinen tiefstes Gewicht war dann 4 Monate in einer Klinik. Zuhause habe ich dann erstmal abgenommen aber jetzt nehme ich wieder zu… momentan wiege ich 51 und bin 1,68 groß.
        Überschlagen im Kopf habe ich in den letzten zwei Wochen ca. 2300 Kalorien gegessen und 1 Kilo zugenommen.
        Ich bin so unentschlossen…
        Soll ich MM machen?
        Habe Angst die ganze Zeit zuzunehmen.
        Und wie kann ich anfangen?
        Momentan ist es auch so, dass ich nichtmal starke Essanfälle habe oder Gelüste… Habe Angst davor große Portionen mit viel Volumen und viel Kalorien zu essen…
        Tut mir leid wenn es durcheinander geschrieben war aber ich hoffe es war einigermaßen verständlich😅
        Würde mich unfassbar über Hilfe und Rückmeldung freuen😊
        Liebe Grüße

        Antworten

        • Daniela Convertini says:
          2. Juli 2019 at 13:40

          Hallo liebe Larissa,

          vielen Dank für deinen Kommentar. Sehr gerne beantworte ich dir deine Fragen: um deinen Stoffwechsel anzuregen sind 2300 kcal zu wenig. Da du momentan im Hungerstoffwechsel bist, nimmst du von geringen Mengen zu, also kannst du dich gleich richtig satt essen und deine Zufuhr erhöhen.

          Der Vorteil daran, 3000+ zu essen:
          – du nimmst zwar zu, aber bekommst schnell dein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl zurück
          – dein Stoffwechsel wird beschleunigt, sodass du am Ende mehr verbrauchst, als zuvor
          – die Zunahme hört auf, weil die hormonelle Balance wieder hergestellt wird und die Organe versorgt sind (kein Extremhunger mehr)

          Isst du dagegen weiterhin nur 2300 kcal, nimmst du zu, aber wirst nicht satt. Das Essen bleibt immer noch zentrales Thema und die Beschäftigung damit hört nie auf.

          Wie du anfangen kannst: gebe dir bedingungslose Erlaubnis zu essen. Sicherheit kann dir ein Essplan geben. Diesen kann ich dir im Rahmen meines Angebots unter https://www.recoverybuddy.de/angebote/essplan-erstellung/ erstellen.

          Brauchst du noch Motivation und Unterstützung von anderen Betroffenen, dann käme auch der Onlinekurs „Deine Kampfansage“ für dich in Frage.

          Ich hoffe, die Information hilft!

          Deine Dani von Recoverybuddy<3

          Antworten

  • Alma says:
    19. Mai 2019 at 15:42

    Liebe Daniela,
    herzlichen Dank für deine wunderbaren Blog, die tollen Unterlagen, deine Inspiration!

    Ich hätte auch noch Fragen zu MM.

    + In welchem Zeitraum steigere ich auf die 3.000 kcal? Du schreibst von relativ schnell.
    + Worin besteht der Vorteil wenn ich gleich mit z.B. 2.300 kcal starte und nicht langsam steigere?
    Dass es für die Psyche besser ist, verstehe ich. Lieber schnell ein paar „harte“ Tage als jeden Tag sich mit einer Steigerung konfrontieren.
    Aber was ist der Vorteil für den Körper, wenn ich gleich mit einer großen Menge beginne? Ist es für die Verdauung, den Stoffwechsel etc. nicht besser, wenn er sich langsam an die Menge gewöhnt?
    Und ich merke, dass ich sehr viel Wasser in mir habe. Ich nehme an, dass kommt, weil ich gerade sehr KH-reich esse und KH Wasser speichern?

    Ich würde mich sehr über ein Feedback freuen!

    Danke und alles Liebe
    Alma

    Antworten

    • Daniela Convertini says:
      20. Mai 2019 at 11:04

      Hallo liebe Alma,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Wenn deine Blutwerte ok sind und das Refeeding-Syndrom ausgeschlossen wurde, kannst sozusagen gleich in die Vollen gehen. Eine Alternative wäre es, die aktuelle Zufuhr wöchentlich um 500 kcal zu steigern, oder alle 2 Tage um 200 kcal. Der Vorteil einer schnellen Steigerung ist, dass der Stoffwechsel angeregt wird.
      Bzgl. der Wassereinlagerungen liegst du richtig: 1 g KH kann bis 4 g Wasser speichern.
      Weiter so & viel Kraft, Dani

      Antworten

  • Roland says:
    20. Mai 2019 at 7:06

    Hey, versuche mich momentan schon seit 3 Wochen an der Mm und 3000 kcal täglich zu essen. Aber Der Fortschritt ist =0, kein Hunger keine Sättigung…. Ich könnte auch locker 20000kcal essen. Wie hast du die MM erlebt und wann sind Hunger und Sättigung bei dir zurück gekommen? Versuche mich schon sehr nährstoffreich zu ernähren um meinem Körper genug Hilfe zu geben. lg

    Antworten

    • Daniela Convertini says:
      20. Mai 2019 at 11:19

      Hallo lieber Roland,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass du dich überwinden konntest und deinem Körper gibst, was er braucht<3
      Ich hatte 6 Monate Extremhunger. Da dieser Hunger zellulär ist, solltest du deinen Zellen auch ordentlich Futter geben und mit Nährstoffen versorgen. Je vollwertiger deine Mahlzeiten sind, desto schneller kommt die natürliche Sättigung wieder. Du brauchst zu jeder Mahlzeit eine ordentliche Portion Eiweiß (etwa 120 g Fisch, Fleisch, Quark etc), komplexe Kohlenhydrate (VK-Reis/Nudeln, Geitreideflocken, Hülsenfrüchte) und eine Portion Fett.

      Hört sich kompliziert an, ist aber ganz simpel. Mixe dir mithilfe dieser Bausteine einfach deine 3 Hauotmahlzeiten zusammen und iss dann noch alles, was du sonst noch begehrst zusätzlich. https://drive.google.com/file/d/0B3BQ5rP1ByIOUFlXZHE0SjFra2c/view?usp=sharing

      So kann sich dein Blutzuckerspiegel nämlich auch wieder regulieren und fährt nicht ständig Achterbahn;)
      Ich hoffe, die Information hilft!

      Weiterhin viel Kraft & alles Liebe,
      Dani

      Antworten

      • Roland says:
        30. Mai 2019 at 22:01

        Hey Dani! Danke nochmal für deine Antwort, auch wenn mein Danke erst relativ spät kommt. Versuche stets deinen Ratschlägen zu folgen. Du hast auch MinnieMaud gemacht oder, und wieviel Kalorien hast du dabei gegessen? Esse 3000. Auch wenn die Regeln sagen für Männer u.25 zwischen 1.50 und 1.83 3500 denke ich dass 3000 erstmal ein guter Anfang sind oder? 3500 könnte ich mir ehrlich gesagt noch nicht vorstellen. Freue mich auf Rückmeldung LG ☺

        Antworten

        • Daniela Convertini says:
          1. Juni 2019 at 11:29

          Hallo lieber Roland,

          finde ich toll, wie du das machst. Wenn du mit 3000 zufrieden bist, dann bleib dabei!

          Alles Gute<3

          Antworten

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